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Meinung: Wirtschaft sollte Arbeitsaufwand verringern

…oder die Güter und Dienstleistungen dermaßen erhöhen, dass der Arbeitsaufwand kompensiert wird:

„Die Arbeitsteilung steigert nach Adam Smith die Produktivität der Arbeit. Dies hat unter anderem drei wesentliche Gründe:

[list:78tbd8g8″>Spezialisierung[/list:u:78tbd8g8″>[list:78tbd8g8″>Zeitersparnis[/list:u:78tbd8g8″>[list:78tbd8g8″>Technische Fortschritte[/list:u:78tbd8g8″>
(Die Spezialisierung ermöglicht durch die Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit Lerneffekte und spezielle Fähigkeiten zu nutzen: jemand der bspw. gut Auto fährt wird Taxifahrer bzw. jemand der oft Taxifährt wird darin besser, Anm. der Denker-Redaktion)

Die Zeitersparnis wird mit dem berühmten Stecknadel-Beispiel erklärt:
Ein einzelner ungelernter Arbeiter kann an einem Tag nur wenige Stecknadeln herstellen. Wird die Arbeit aufgeteilt in mehrere Handgriffe (Draht ziehen, abzwicken, zuspitzen, Kopf oben drauf, Verpacken, …), so können beispielsweise fünf Arbeiter tausende von Stecknadeln an einem Tag herstellen.“ (Aus: Wikipedia über Arbeitsteilung in der Volkswirtschaftslehre[/url:78tbd8g8″>)

Darüber hinaus gibt es in der Wirtschaftswissenschaft 3[/url:78tbd8g8″> „Ökonomische Prinzipien[/url:78tbd8g8″>“ (man könnte auch sagen [i:78tbd8g8″>Zielsetzungen[/i:78tbd8g8″>):

[list:78tbd8g8″>Minimalprinzip (auch: Sparsamkeitsprinzip)[/list:u:78tbd8g8″>[list:78tbd8g8″>Maximalprinzip (auch: Ergiebigkeitsprinzip)[/list:u:78tbd8g8″>[list:78tbd8g8″>Optimalprinzip (auch: Generelles Extremumprinzip)[/list:u:78tbd8g8″>
Das Minimalprinzip zielt darauf ab, den Input bei einem vorgegebene Output zu minimieren. Beispiel: Man soll einen bestimmten Kuchen backen und das mit möglichst geringem Ressourcenaufwand zu machen (Arbeitszeit, Zutaten, etc. minimieren).

Beim Maximalprinzip soll der Output bei einem gegebenen Input maximiert werden. Beispiel: Man hat bestimmte Zutaten und eine gewisse Zeit zur Verfügung und soll daraus ein möglichst gutes Essen machen.

Das Optimalprinzip kommt dann zur Anwendung, wenn – wie in der Praxis oft – weder Input noch Output genau vorgegeben sind. Damit wird versucht, das Verhältnis von Input und Output so gut aufeinander abzustimmen, dass das Ergebnis bestmöglich (optimal) ist. Eine Erhöhung des Inputs um 1 Einheit könnte bspw. den Output um 2 Einheiten erhöhen und somit eine Inputerhöhung sinnvoll machen bis zum dem Punkt, wo der Output um gleich viel Einheiten als der Input erhöht wird. Umgekehrt könnte eine Outputsenkung Sinn machen, solange die Inputsenkung (um)so größer ist. Beispiel: Man soll einen Kuchen backen, hat aber weder einen bestimmten Kuchen noch bestimmte Zutaten oder eine bestimmte Arbeitszeit vorgegeben. Folglich wird man den Input (Zutaten, Arbeitszeit, etc.) mit dem Output (Größe und Qualität des Kuchens) je nachdem abstimmen, was einem mehr Wert ist (z.B. das nötige Geld für Zutaten, die Zeit oder ein guter Kuchen bzw. die damit beglückten Menschen).

[b:78tbd8g8″>Wenn also[/b:78tbd8g8″> jemand durch „die Wirtschaft“ (kapitalistisch betrachtet: Teilung der Arbeit/Aufgaben mit anderen bzw. kommunistisch gesehen: gemeinsame Erledigung der Arbeit/Aufgaben) gegenüber einem archaischen Zustand, in dem er allein oder nur mit der Familie und vielleicht ein paar Freunden als Jäger und Sammler oder Bauer gelebt hat, nicht besser gestellt ist (durch weniger Arbeit/mehr Freizeit und/oder durch mehr Güter und Dienstleistungen), dann stimmt wahrscheinlich am wirtschaftlichen System etwas nicht bzw. es ist für diesen Menschen nachteilig.

In vielen wirtschaftlich fortgeschrittenen (sehr arbeitsteiligen bzw. „kooperativen“) Gesellschaften scheint für viele Menschen so gesehen ein historischer Rückschritt zu einem wirtschaftlich weniger entwickelten Zustand (in dem sie zumindest Haus und Hof hatten) leider tatsächlich sinnvoll, weil sie ihr Hab und Gut verloren haben und sich „billig verkaufen“ oder „auf der Strasse leben“ müssen.

Und viele müssen zwar nicht „auf der Strasse leben“, leiden aber unter der Missachtung der ökonomischen Prinzipien (siehe oben) bzw. der Konzentration von Politikern oder Unternehmern auf nur eines der ökonomischen Prinzipien („Outputsteigerung über alles“…) und müssen folglich für relativ wenig Output (Geld) relativ viel Input (Arbeit) liefern.

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