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Mehrwegflaschen

[img:1mf6a0vw“[/img:1mf6a0vw“>[/url:1mf6a0vw“>Laut einem Fernsehbericht zum Thema Mehrwegflaschen* sind die Mehrwegflaschen seit einer diesbezüglichen Gesetzeslockerung, die es aufgrund von Druck der Getränkekonzerne und der Wirtschaftskammer vor einigen Jahren gab, fast gänzlich aus den österreichischen Regalen verschwunden. Dies besagt auch die Beobachtung beim eigenen Einkauf.

In dem Bericht wurden deshalb Plastik- und Mehrwegflaschen aus ökologischer bzw. volkswirtschaftlicher Sicht verglichen und es zeigten sich dabei u.a. folgende negative Aspekte der Dominanz von Plastikflaschen**:

[b:1mf6a0vw“>•[/b:1mf6a0vw“> Nur ca. 50% der Plasikflaschen werden im Plastikmüll entsorgt (und landen somit nicht den Müllberg vergrößernd und schwer abbaubar im Restmüll)**
[b:1mf6a0vw“>•[/b:1mf6a0vw“> Diese 50% werden zwar mit modernen Methoden recycelt, jedoch kann nur ein Teil davon wiederverwendet werden und der Recyclingprozess ist recht energie- und arbeitsintensiv (und die Plastikflaschen-Recyclingfirmen gehören in Österreich scheinbar der Getränkeindustrie)**
[b:1mf6a0vw“>•[/b:1mf6a0vw“> Laut einem interviewten Professor der Wirtschaftsuniversität Wien beanspruchen Plastikflaschen in Summe um ein Vielfaches mehr Ressourcen (wie z.B. Energie zum Recycling oder Müllablagerflächen) als Mehrwegflaschen**

Deshalb wurde in der Sendung aus ökologischer bzw. volkswirtschaftlicher Sicht die Verminderung der gesetzlichen Auflagen zugunsten der Glasflaschen zurecht kritisiert. Denn ich persönlich finde freiwilligen Umweltschutz[/url:1mf6a0vw“> und generell freiwilliges Verhalten zwar besser, aber dieses unterliegt in sozialen bzw. ökonomischen Zusammenhängen immer gewissen Beschränkungen (Bsp. ökonomisches Problem der „Trittbrettfahrerproblematik“ bzw. öffentlichen Güter oder fehlendes Angebot wie bei Mehrwegflaschen), denen z.B. mit staatlicher Förderung im Sinne von gesellschaftlich definierten Zielen begegnet werden muss, um diese nicht zu verfehlen.

* ORF-Sendung „Report“ vom 23.6.2009[/url:1mf6a0vw“>

** Alle Fakten und Zahlen am nächsten Tag frei aus dem Kopf wiedergegeben, also im Zweifelsfall oder für wichtige Anlässe bitte nochmals überprüfen und ggf. korrigieren oder ergänzen!

Siehe hierzu auch den Artikel „Ökologisch“ einkaufen und „anlegen“[/url:1mf6a0vw“>, den Filmtipp „Plastic Planet“[/url:1mf6a0vw“> und die Meldung 82-jährige US-Amerikanerin möchte Wasserflaschen verbieten[/url:1mf6a0vw“>

01.01.2000

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