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Internationale Abkommen

[img:1e7urwvf“[/img:1e7urwvf“>[/url:1e7urwvf“>Wehrt sich ein Land wie die USA gegen die Teilnahme an einem internationalen Abkommen (wie am Klimaschutzabkommen „Kyoto-Protokoll“), sind die kritischen Stimmen schnell erhoben. Dabei hat ein international koordiniertes Vorgehen neben den Vorteilen (wie Vorbeugung von „Trittbrettfahrern“[/url:1e7urwvf“> oder eine raschere Zielerreichung) auch zahlreiche Nachteile, die aufgrund des Fehlens einer starken übergeordneten Instanz (wie es sie auf nationaler Ebene meist in Form des Staates oder eines Diktators gibt), eines „(effektiven und legitimen) internationalen Gewaltmonopols“ (S. 181 hierin[/url:1e7urwvf“>), umso mehr Aufmerksamkeit verdienen würden.

Zu den Nachteilen internationaler Abkommen kann man zählen:

[list:1e7urwvf“>Die Verdrängung intrinsischer Motivation (wie Willen eines Staates zu Umweltschutz) durch extrinsische Motivation (wie Zwang zu Umweltschutz durch Abkommen) und damit folglich auch die Erhöhung des Betrugs- und Konfliktpotenzials (Widerstand gegen fremden Zwang)[/list:u:1e7urwvf“>
[list:1e7urwvf“>Förderung von übereilten Notfallmaßnahmen (wie Einsatz von Nuklearenergie zur Verminderung des CO2-Ausstoßes) zur Vorbeugung von mit Abkommen verbundenen Sanktionen bei Problemen mit der Einhaltung von Vorgaben (wie eine gewisse Reduktion des CO2-Ausstoßes)[/list:u:1e7urwvf“>
[list:1e7urwvf“>Konfliktpotential zwischen den teilnehmenden Staaten durch fehlende Möglichkeiten zu Sanktionen (durch fehlendes „effektives und legitimes internationales Gewaltmonopol“, S. 181 hierin[/url:1e7urwvf“>) oder eben durch mit Abkommen verbundene Sanktionen, die von der betroffenen nationalen Politik populistisch gegen die Sanktionen oder das Abkommen an sich instrumentalisiert werden können[/list:u:1e7urwvf“>
[list:1e7urwvf“>Nicht-Nutzung des Potentials individuellen Nutzen- bzw. unternehmerischen Gewinnmaximierungsstrebens (eines unterstellten Verhaltens, das als ein Hauptargument für die Marktwirtschaft dient, aber auch im Sinne von anderen Zwecken instrumentalisiert bzw. gedeutet werden kann: so hat bspw. die freiwillige Einführung strenger Abgas- und Verbrauchsvorschriften für PKWs in Deutschland der deutschen Autoindustrie durch den mit der frühen freiwilligen umwelt- und ressourcenfreundlichen Regulierung verbundenen „First-Mover Advantage“ auch einen wirtschaftlichen Vorteil am internationalen Markt gebracht)[/list:u:1e7urwvf“>

Im Falle der Verhandlungsbemühungen rund um das Kyoto-Protokoll – auch innerhalb der EU-Staaten – hat man immer wieder mitbekommen, dass teilnehmende Staaten mit der Zeit mehr um Ausreden, Vertragslockerungen, irgendwelche Deals bzw. eben um Notfallmaßnahmen denn um gute nachhaltige Lösungen bemüht waren. Die ursprüngliche gute Absicht bzw. den eigentlichen Grund für die angedachten Maßnahmen, an die sie sich möglichst nicht halten wollen, schienen sie (und scheinen sie noch) mit der Zeit vergessen zu haben. Eben, weil extrinische Motivation intrinsische verdrängt. Und ein höheres und vor allem nachhaltigeres Potential als extrinsische Motivation hat intrinsische Motivation. Weshalb man intrinsischer Motivation bzw. freiwilligem Verhalten jeweils möglichst zum Durchbruch verhelfen und nicht mit Zwangsmaßnahmen störend im Wege stehen sollte.

Jenen, welche die Fragen [i:1e7urwvf“>Staat oder Nicht-Staat?[/i:1e7urwvf“> bzw., zu diesem Artikel passend, [i:1e7urwvf“>Nationale Lösungen oder Internationale Lösungen?[/i:1e7urwvf“> interessiert, sei die wissenschaftliche Arbeit „Freiwilliger Umweltschutz[/url:1e7urwvf“>“ nahegelegt. Näheres zu freiwilligem [i:1e7urwvf“>staatlichen [/i:1e7urwvf“>Umweltschutz und damit verbunden auch den negativen Aspekten von internationalen Abkommen finden Sie dort auf den Seiten 176ff.

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