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Altruisten geht es besser

[img:1qn9pzbz“[/img:1qn9pzbz“>Der Artikel „Altruisten kommen weiter“[/url:1qn9pzbz“> stellt einen weiteren Beitrag zur Annahme, dass Altruismus bereits im „Diesseits“ eigennütziger als Egoismus sein kann[/url:1qn9pzbz“>, dar. Diese Annahme mag moralischen Menschen, welche die Belohnung für ihr tugendhaftes Verhalten erst im Jenseits erwarten[/url:1qn9pzbz“> zwar sauer aufstoßen, ist aber eigentlich aus Sicht eines „geselligen“ (und deshalb nicht bloß an das eigene Wohl denkenden) und dennoch an ein gutes Diesseits glaubenden bzw. hoffenden Menschen erfreulich, da die Belohnung altruistischen Verhaltens dieses „automatisch“ (natürlich) fördern würde. Und wer hat nicht schon selbst die positiven Auswirkungen von altruistischem Verhalten bzw. die negativen Auswirkungen von egoistischem Verhalten auf einen selbst erfahren bzw. gespürt?

Ein staatlicher Anreiz oder kirchlicher Aufruf zu altruistischem Verhalten könnte diesem jedoch sogar entgegenwirken (Stichwort: extrinsische Motivation verdrängt intrinsische), aber der Staat sollte darauf achten, dass natürliches soziales Verhalten nicht durch gewisse Konstellationen (Stichwort: Trittbrettfahrerproblem[/url:1qn9pzbz“>) erschwert wird (für eine genauere Diskussion der fraglichen Notwendigkeit und Möglichkeiten, wünschenswertes Verhalten staatlich zu fördern, siehe z.B. die wissenschaftliche Arbeit über freiwilligen Umweltschutz[/url:1qn9pzbz“>).

Auszüge aus dem Artikel „Altruisten kommen weiter“[/url:1qn9pzbz“>, erschienen in der „ZEIT ONLINE“ am 10.11.10:

„Egal, wen man fragt – ob Hirnforscher, Neurologen, Sozialpsychologen oder Ökonomen – immer mehr Wissenschaftler sind mittlerweile davon überzeugt: Der Mensch ist gar nicht das egoistische Wesen, für das man ihn so lange gehalten hat. Stattdessen beweisen Umfragen, Studien und Experimente: Wir sind mehrheitlich dazu bereit, auf unsere Mitmenschen und Kollegen Rücksicht zu nehmen, ihnen Unterstützung anzubieten und Mithilfe zu leisten.“

„Unser Gehirn belohnt uns, wenn wir Gutes tun. Altruistische Taten aktivieren demnach im Körper dieselben Bio-Schaltkreise wie eine Tafel Schokolade oder guter Sex. Bei manchen Menschen reicht es sogar aus, wenn sie bloß dabei zusehen, wie jemand etwas geschenkt bekommt – und schon verschaffen ihnen die Hormone ein wohliges Gefühl. […“> Unser Gehirn sei [nach Meinung von Hirnforschern“> zur Kooperation konstruiert. Nicht unser persönlicher Vorteil sei das Hauptmotiv – vielmehr ist es unser Wunsch nach sozialer Anerkennung. Und die bekommen wir eben nicht auf einem Egotrip, sondern am ehesten, wenn wir zusammenhalten. ‚Wer auf Dauer sozial komplett isoliert ist, geht biologisch zugrunde‘, sagt etwa der Psychiater Joachim Bauer von der Uni Freiburg.“

„Über 25 Jahre hatte das ‚Sozio-ökonomische Panel‘ die Zufriedenheit der Bundesbürger verfolgt. Dabei fanden die Forscher [vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung“> heraus: Am glücklichsten waren nicht etwa jene Menschen, die beruflichen oder materiellen Erfolg anstrebten – sondern diejenigen, die sich gemeinnützig oder in der Familie engagierten.“

„Oder kurz: Geben ist tatsächlich seliger als nehmen.“

Mehr zum Thema Altruismus[/url:1qn9pzbz“> auf Wikipedia[/url:1qn9pzbz“>

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