Schul- und Erziehungskritisches von Thomas Bernhard

Die nachfolgenden ausgewählten Auszüge stammen aus Thomas Bernhard[/url:lrui27al“>’s „Die Ursache – Eine Andeutung“. Die Seitenangaben beziehen sich auf diese Ausgabe[/url:lrui27al“> des Buches.

S.10

Alles in dieser Stadt ist gegen das Schöpferische, und wird auch das Gegenteil immer mehr und mit immer größerer Vehemenz behauptet,
die Heuchelei ist ihr Fundament, und ihre größte Leidenschaft ist die Geistlosigkeit, und wo sich in ihr Phantasie auch nur zeigt, wird sie ausgerottet. Salzburg ist eine perfide Fassade, auf welche die Welt ununterbrochen ihre Verlogenheit malt und hinter der das (oder der)
Schöpferische verkümmern und verkommen und absterben muß.

S.11

Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit, in welche ihre Bewohner hineingeboren und hineingezogen werden, und gehen sie nicht im entscheidenden Zeitpunkt weg, machen sie direkt oder indirekt früher oder später unter allen diesen entsetzlichen Umständen entweder urplötzlich Selbstmord oder gehen direkt oder indirekt langsam und elendig auf diesem im Grunde durch und durch menschenfeindlichen architektonisch-erzbischöflich-stumpfsinnig-nationalsozialistisch-katholischen Todesboden zugrunde.

S.19

Wahrscheinlich ist in Internaten und vornehmlich in solchen unter den extremsten menschensadistischen und naturklimatischen Bedingungen wie in der Schrannengasse das Hauptthema unter den Lernenden und Studierenden, unter den Zöglingen kein anderes als das Selbstmordthema, alles andere also als ein wissenschaftlicher Gegenstand, ein solcher Gegenstand nicht aus der Studienmasse heraus, sondern aus dem ersten, alle gemeinsam am intensivsten beschäftigenden Gedanken heraus, und der Selbstmord und der Selbstmordgedanke ist immer der wissenschaftlichste Gegenstand, aber das ist der Lügengesellschaft unverständlich.

S.20

Die Lern-und Studierzeit ist vornehmlich eine Selbstmordgedankenzeit, wer das leugnet, hat alles vergessen. Wie oft, und zwar hunderte Male, bin ich durch die Stadt gegangen, nur an Selbstmord, nur an Auslöschung meiner Existenz denkend und wo und wie ich den Selbstmord(allein oder in Gemeinschaft) machen werden, aber diese durch alles in dieser Stadt hervorgerufenen Gedanken und Versuche haben immer wieder zurück in das Internat, in den Internatskerker geführt.

S.21

Ein Geistlicher hat in einer solchen, dem Stumpfsinn des Katholizismus vollkommen ausgelieferten und von diesem katholischen Stumpfsinn vollkommen beherrschten Stadt, die dazu in dieser Zeit auch noch eine durch und durch nazistische Stadt gewesen ist, bei einem Selbstmörderbegräbnis nichts zu suchen.

Der ausgehende Herbst und das in Fäulnis und Fieber eingetretene Frühjahr haben immer ihre Opfer gefordert, hier mehr als anderswo in der Welt, und die für den Selbstmord Anfälligsten sind die jungen, die von ihren Erzeugern und anderen Erziehern alleingelassenen jungen Menschen, lernenden und studierenden und tatsächlich immer nur in Selbstauslöschung und Selbstvernichtung meditierenden, für welche einfach noch alles die Wahrheit und die Wirklichkeit ist und die in dieser Wahrheit und Wirklichkeit als einer einzigen Fürchterlichkeit scheitern.

S.23

Die Tatsachen sind immer erschreckende, und wir dürfen sie nicht mit unserer krankhaft in jedem ununterbrochen arbeitenden und wohlgenährten Angst vor diesen Tatsachen zudecken und die ganze Naturgeschichte als Menschengeschichte dadurch verfälschen und diese ganze Geschichte als eine immer von uns verfälschte Geschichte weitergeben, weil es Gewohnheit ist, die Geschichte zu verfälschen und als verfälschte Geschichte weiterzugeben, wo wir doch wissen, daß die ganze Geschichte nur einer verfälschte und immer nur als verfälschte Geschichte weitergegeben worden ist.

S.53

Obwohl ich sehr viele Verwandte hatte in der Stadt, bei welchen ich als Kind, mit der Großmutter vor allem, vom Land herein in die Stadt gefahren, zu Besuch gewesen war, in vielen dieser alten Häuser an beiden Salzachufern, und ich kann sagen, daß ich mit Hunderten von Salzburger Bürgern verwandt war und auch heute noch verwandt bin, hatte ich doch niemals auch nur das geringste Verlangen gehabt, diese Verwandten aufzusuchen, instinktiv glaubte ich nicht an die Nützlichkeit solcher Verwandtenbesuche, und was hätte es geholfen, diesen Verwandten, die, wie ich heute sehe, nicht nur instinktiv fühle wie damals, vollkommen eingeschlossen sind in ihre tagtäglich Stumpfsinn verarbeitende Industrie, diesen Verwandten mein Leid zu klagen, ich wäre auf nichts anderes als auf völlige Verständnislosigkeit gestoßen, wie ich ja auch heute, ginge ich hin, nur auf Verständnislosigkeit stoßen würde. Der Knabe, der alle diese zum Teil sehr wohlhabenden Verwandten nacheinander einmal besucht hatte an der Hand der Großmutter zu allen möglichen familiären Gelegenheiten, hatte diese Leute wahrscheinlich gleich vollkommen durchschaut gehabt und ganz richtig reagiert, er besuchte sie nicht mehr, sie waren zwar hinter ihren Mauern in all diesen alten Gassen und auf allen diesen alten Plätzen vorhanden, und sie lebten ein recht einträgliches und daher recht wohlhabendes Leben, aber er suchte sie nicht auf, lieber wäre er zugrunde gegangen, als sie aufzusuchen, sie waren ihm von allem Anfang an immer nur widerwärtig gewesen und sie sind ihm über die Jahrzehnte widerwärtig geblieben, nur auf ihren Besitz konzentriert und auf ihren Ruf bedacht und in katholischer oder nationalsozialistischer Stumpfsinnigkeit vollkommen aufgegangen, hätten sie auch dem Knaben aus dem Internat nichts zu sagen gehabt, geschweige denn, dem bei ihnen Hilfesuchenden geholfen, im Gegenteil, er wäre, wenn er zu ihnen gegangen wäre und selbst in der fürchterlichsten Verfassung, von ihnen nur vor den Kopf gestoßen und von ihnen zur Gänze vernichtet worden.

S.59

Die Schönheit dieses Ortes und dieser Landschaft, von welcher alle Welt spricht, und zwar fortwährend und immer nur auf die gedankenloseste Weise und in tatsächlich unerlaubtem Tone, ist genau jenes tödliche Element auf diesem tödlichen Boden, hier werden die Menschen, die an diese Stadt und an diese Landschaft durch Geburt oder auf eine andere radikale unverschuldete Weise gebunden und mit Naturgewalt daran gekettet sind, fortwährend von dieser weltberühmten Schönheit erdrückt.

S.69
Die Häßlichkeit und der Verfall aber, rasch fortgeschritten in dieser nicht nur von den Bombenangriffen und ihren Folgen verunstalteten Stadt, sondern auch durch die über sie herfallenden schließlich Tausende von Flüchtlingen in eine durch und durch chaotische verwandelt, gaben ihr auf einmal menschliche Züge, und so habe ich diese meine Heimatstadt nur in dieser Zeit, weder vorher noch nachher, tatsächlich inständig lieben können und auch inständig geliebt.

S.71
Wer für den Sport ist, hat die Massen auf seiner Seite, wer für die Kultur ist, hat sie gegen sich, hat mein Großvater gesagt, deshalb sind immer alle Regierungen für den Sport und gegen die Kultur.

S.81
Wir werden erzeugt, aber nicht erzogen, mit der ganzen Stumpfsinnigkeit gehen unsere Erzeuger, nachdem sie uns erzeugt haben, gegen uns vor, mit der ganzen menschenzerstörenden Hilflosigkeit, und ruinieren schon in den ersten drei Lebensjahren alles in einem neuen Menschen, von welchem sie nichts wissen, nur, wenn überhaupt, daß sie ihn kopflos und verantwortungslos gemacht, und sie wissen nicht, daß sie damit das größte Verbrechen begangen haben. In vollkommener Unwissenheit und Gemeinheit haben uns unsere Erzeuger und also unsere Eltern in die Welt gesetzt und werden, sind wir einmal da, mit uns nicht fertig, alle ihre Versuche, mit uns fertig zuwerden, scheitern, sie geben früh auf, aber immer zu spät, immer erst in dem Augenblick, in welchem sie uns längst zerstört haben, denn in den ersten drei Lebensjahren, den entscheidenden Lebensjahren, von welchen unsere Erzeuger als Eltern aber nichts wissen, nichts wissen wollen, nichts wissen können, weil Jahrhunderte lang immer alles getan worden ist für diese ihre entsetzliche Unwissenheit, haben uns unsere Erzeuger mit dieser Unwissenheit zerstört und vernichtet und immer für unser ganzes Leben zerstört und vernichtet, und die Wahrheit ist, daß wir es auf der Welt immer nur mit in den ersten Jahren von ihren unwissenden und gemeinen und unaufgeklärten Erzeugern als Eltern zerstörten und vernichteten und für ihr ganzes Leben vernichteten Menschen zu tun haben. Der neue Mensch ist nur immer wie ein Tier aus der Mutter geworfen und wird auf immer wie ein Tier von dieser Mutter behandelt und zugrunde gerichtet, wir haben es nur mit von ihren Müttern geworfenen Tieren, nicht Menschen, zu tun, die schon in den ersten Monaten und in den ersten Jahren von diesen ihren Müttern mit ihrer ganzen animalischen Unwissenheit zerstört und vernichtet werden, aber diese Mütter trifft keine Schuld, weil sie niemals aufgeklärt worden sind, die Interessen der Gesellschaft sind andere als die Aufklärung, und die Gesellschaft denkt gar nicht daran, aufzuklären, und die Regierungen sind immer und in jedem Falle und in jedem Lande und Staatsgebilde daran interessiert, daß ihre Gesellschaft nicht aufgeklärt wird, denn klärten sie ihre Gesellschaft auf, wären sie schon in kurzer Zeit von dieser von ihnen aufgeklärten Gesellschaft vernichtet, Jahrhunderte ist die Gesellschaft nicht aufgeklärt worden, und es werden viele Jahrhunderte kommen, in welchen die Gesellschaft nicht aufgeklärt werden wird, weil die Aufklärung der Gesellschaft ihre Vernichtung bedeutete, und so haben wir es mit unaufgeklärten Erzeugern von lebenslänglich unaufgeklärten Kindern zu tun, die immer unaufgeklärte Menschen bleiben werden und lebenslänglich zu vollkommener Unwissenheit verurteilt sind. Gleich mit welchen Erziehungsmitteln und -methoden die neuen Menschen erzogen werden, sie werden mit der ganzen Unwissenheit und Gemeinheit und Unzurechnungsfähigkeit ihrer Erzieher, die immer nur sogenannte Erzieher sind und immer nur sogenannte Erzieher sein können, zugrunde erzogen schon in den ersten Lebenstagen und ersten Lebenswochen und ersten Lebensmonaten und ersten Lebensjahren, denn alles, was der neue Mensch in diesen ersten Tagen und Wochen und Monaten und Jahren aufnimmt und wahrnimmt, ist er dann für sein ganzes künftiges Leben, und wie wir wissen, ist jedes dieser Leben, die gelebt werden, jede dieser Existenzen, die existiert werden, immer nur ein gestörtes oder eine gestörte, ein zerstörtes oder eine zerstörte und ein vernichtetes oder eine vernichtete, gestört und zerstört und vernichtet. Es gibt überhaupt keine Eltern, es gibt nur Verbrecher als Erzeuger von neuen Menschen, die mit ihrer ganzen Unsinnigkeit und Stumpfsinnigkeit gegen diese neue von ihnen erzeugten Menschen vorgehen und in diesem Verbrechertum von der Regierung unterstützt werden, die an dem aufgeklärten und also tatsächlich zeitentsprechenden Menschen, weil der naturgemäß gegen ihre Zwecke ist, nicht interessiert sind, so werden Millionen von Milliarden von Schwachsinnigen immer wieder und wahrscheinlich noch Jahrzehnte und möglicherweise Jahrhunderte immer wieder Millionen und Milliarden Schwachsinnige produziert werden. Der neuen Mensch wird in den ersten drei Jahren von seinen Erzeugern oder deren Stellvertretern zu dem gemacht, was er sein ganzes Leben lang sein muß und was er nicht und durch nichts ändern kann: eine unglückliche Natur als total unglücklicher Mensch, ob diese unglückliche Natur als unglücklicher Mensch das zugibt oder nicht, die Kraft hat, das zuzugeben oder nicht, die Kraft hat, die Konsequenzen daraus zu ziehen oder nicht, und ob sich dieser Mensch als in jedem Falle unglückliche Natur auch nur ein einziges Mal darüber überhaupt einen Gedanken macht, denn wie wir wissen, machen sich die meisten dieser unglücklichen Naturen als unglückliche Menschen und umgekehrt überhaupt niemals in ihrem Leben und in ihrer Existenz diesen Gedanken. Der Neugeborene ist von dem Augenblick seiner Geburt verblödeten, unaufgeklärten Erzeugern als Eltern ausgeliefert und wird schon vom ersten Augenblick von diesen verblödeten und unaufgeklärten Erzeugern als Eltern zu einem ebensolchen verblödeten und unaufgeklärten Menschen gemacht, dieser ungeheuerliche und unglaubliche Vorgang ist in den Jahrhunderten und Jahrtausenden der menschlichen Gesellschaft zur Gewohnheit geworden und sie hat sich an diese Gewohnheit gewöhnt und sie denkt gar nicht daran, von dieser Gewohnheit abzulassen, im Gegenteil wird diese Gewohnheit mehr und mehr intensiviert, und sie ist in unserer Zeit auf ihrem Höhepunkt angelangt, denn zu keiner Zeit sind bedenkenloser und gemeiner und niederträchtiger und schamloser Menschen und Millionen und Milliarden Menschen als Weltbevölkerung gemacht worden als in der unsrigen, obwohl die Gesellschaft längst weiß, daß dieser Vorgang uns weltweite Infamie, wenn er nicht abgebrochen wird, das Ende der Menschengesellschaft bedeutet. Aber die aufgeklärten Köpfe klären nicht auf, und die Menschengesellschaft, das ist sicher, vernichtet sich. Auch meine Erzeuger als Eltern haben so gehandelt, kopflos und in stumpfsinniger Übereinstimmung mit der ganzen übrigen, über die ganze Welt ausgebreiteten Menschenmasse, und einen Menschen gemacht und von dem Augenblick seiner Erzeugung seiner Verblödung und Vernichtung betrieben, alles ist in diesem Menschen in den ersten drei Jahren, wie in jedem anderen, zerstört und vernichtet worden, verschüttet worden, zugeschüttet worden und mit einer solchen Brutalität zugeschüttet worden, daß dieser von seinen Erzeugern als Eltern zur Gänze verschütteter Mensch dreißig Jahre gebraucht hat, um den Schutt, mit welchem er von seinen Erzeugern als Eltern zugeschüttet worden ist, wieder wegzuräumen, wieder, was er im ersten Augenblick sicher gewesen war, der Mensch zu werden, den diese seine Erzeuger als Eltern, Eltern als Erzeuger, mit ihrem jahrhundertealten Gefühls- und Geistesunrat als Unwissenheit zu geschüttet hatten. Wir dürfen, selbst auf die Gefahr, für verrückt gehalten zu werden, uns nicht scheuen, auszusprechen, daß unsere Erzeuger als Eltern das Verbrechen der Zeugung als das Verbrechen der vorsätzlichen Unglücklichmachung unserer Natur und in Gemeinschaft mit allen andern, das Verbrechen der Unglücklichmachung der immer noch unglücklicher werdenden ganzen Welt begangen haben, genauso wie ihre Vorfahren undsofort. Zuerst wird der Mensch, und der Vorgang ist ein tierischer, erzeugt und geboren wie ein Tier und immer nur animalisch behandelt, und sei es geliebt oder verhätschelt oder gepeinigt, von den durch und durch stumpfsinnigen unaufgeklärten, ihre egoistischen Zwecke verfolgenden Erzeugern als Eltern oder ihren Stellvertretern aus ihrem eigenen Mangel an tatsächlicher Liebe und Erziehungserkenntnis und -bereitschaft stumpfsinnig und egoistisch wie ein Tier gefüttert und behandelt und nach und nach in seinen hauptsächlichen Gefühls -und Nervenzentren eingeebnet und gestört und zerstört und dann, als eine der größten Vernichterinnen, übernimmt die Kirche(übernehmen die Religionen) die Vernichtung der Seele dieses neuen Menschen, und die Schulen begehen im Auftrag und auf Befehl der Regierungen in allen Staaten der Welt an diesen neuen jungen Menschen den Geistesmord.

S.99

Und die Erziehungsverbrechen, wie sie überall auf der ganzen Welt in den Erziehungsanstalten an den zu Erziehenden begangen werden, werden immer unter dem Namen einer solchen außerordentlichen Persönlichkeit begangen, heißt dies außerordentliche Persönlichkeit Hitler oder Jesus undsofort. In dem Namen des Besungenen, Verherrlichten geschehen die Kapitalverbrechen an den Heranwachsenden, und es wird immer wieder solche besungenen und verherrlichten außerordentlichen Persönlichkeiten gleich welcher Natur geben und solche an der heranwachsenden Menschheit begangenen Kapitalverbrechen der Erziehung, welche, die Auswirkungen mögen wie immer sein, von Natur aus immer nur ein Kapitalverbrechen sein kann.

S.118

In dem Enkel zu erreichen, was ihm selbst nicht ermöglicht gewesen war, ein ordentliches Studium in Salzburg, seiner und meiner Heimatstadt, abschließen, absolvieren zu können, war sicher sein Ziel gewesen, daß ich ihn enttäuschen mußte, war schmerzhaft gewesen. Aber war nicht gerade seine eigene Schule, in die ich die ganze Kindheit und frühe Jugend gegangen war, die Voraussetzung für dieses Scheitern in Salzburg gewesen?

S.127

In den Schulen und vor allem in den höheren Schulen als Mittelschulen wird die Natur des Schülers durch faules nutzloses Wissen, das in diese Schüler ununterbrochen hineingestopft wird, zur Unnatur, und wir haben es, wenn wir es mit Schülern von sogenannten höheren Schulen und also Mittelschulen zu tun haben, nur mehr noch mit unnatürlichen Menschen zu tun, deren Natur in diesen sogenannten höheren Schulen als Mittelschulen vernichtet worden ist, die sogenannten Mittelschulen und vor allem die sogenannten Gymnasien dienen eigentlich immer nur der Verrottung der Menschlichen Natur, und es ist Zeit, darüber nachzudenken, wie diese Verrottungszentren abgeschafft werden können, wo sie doch abgeschafft werden müßten, weil sie längst als Verrottungszentren der menschlichen Natur erkannt sind, und sie sind als solche bewiesen, die sogenannten Mittelschulen gehörten abgeschafft, die Welt wäre besser daran, wenn sie diese sogenannten Mittelschulen, Gymnasien, Oberschulen et cetera abschaffte und sich nur mehr noch auf die Elementarschulen und auch die Hochschulen konzentrierte, denn die Elementarschule zerstört nichts in einem jungen Menschen, vernichtet nichts in der Natur eines solchen, und die Hochschulen sind für jene, die für die Wissenschaft geeignet und die auch ohne die sogenannte Mittelschule der Hochschule gewachsen sind, aber die Mittelschulen gehörten abgeschafft, weil in ihnen ein Großteil aller junger Menschen zugrunde gerichtet wird und zugrunde gehen muß.

S.128

Die Gesellschaft muß ihr Unterrichtssystem ändern, wenn sie sich ändern will, weil sie, wenn sie sich nicht ändert und einschränkt und zum Großteil abschafft, bald an ihrem sicheren Ende ist. Aber das Unterrichtssystem muß grundlegend geändert werden, es genügt nicht, immer wieder nur da und dort etwas zu ändern, alles gehört an unserem Unterrichtssystem geändert, wenn wir nicht wollen, daß die Erde nur mehr noch von unnatürlichen und von Unnatur zerstörten und vernichteten Menschen bevölkert ist.

S.138

Der durch Häßlichkeit für nichts für sein ganzes Leben bestrafte, aus seinen Erzeugern der Gesellschaft als Gemeinschaft zum Hohn und zum Spott wie nichts anderes vor die rücksichtslosen Augen gesetzt, war schon als nichts anderes als das Opfer seiner Gesellschaft geboren worden. Er hatte sich, wie ich deutlich sehen konnte, längst mit dieser seiner Funktion, nämlich durch seine Häßlichkeit und Gebrechen die Gesellschaft zu unterhalten, abgefunden gehabt.

(Diese ausgewählten Auszüge wurden ursprünglich hier[/url:lrui27al“> veröffentlicht)

01.01.2000

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