Öffentliche Plätze

In Wien, wo es noch öffentliche und liberal nutzbare Veranstaltungsorte (wie „Arena“ oder „WUK“) und Plätze (wie jenen im „Museumsquartier“ oder kurz „MQ“) gibt, kam es kürzlich zu einer größeren Protestbewegung – zuerst online (auf Facebook) und dann auch „offline“ direkt im „MQ“.

Grund war, dass der Verwalter des – gerade wegen der Vermischung von moderner Hochkultur und jugendlicher Alltagskultur bzw. von Museen und Alltagskultur – interessanten und auch touristisch wichtigen „Museumsquartiers“ gegen die dortige Versammlung junger Menschen, welchen den Platz (man kann wohl auch sagen wegen der dortigen geistreichen und liberalen Stimmung) sehr schätzen, mit Alkoholkontrollen etc. vorging. Und dass die Jungen sich auf diesem öffenltichen Platz weiterhin in Ruhe – wenn gewünscht auch mit dem selbst mitgebrachten Bier und Wein – treffen wollten. Ohne dazu eines der dortigen Lokale aufsuchen zu müssen.

„An einem öffentlichen Platz, der mit Steuermitteln finanziert wird, soll die Hausordnung nur dann Alkohol erlauben, wenn er in einer Gaststätte vor Ort ausgeschenkt wird? Das passt den jungen MQ-Gästen nicht. Das klingt nach Ungerechtigkeit, gegen die sie auftreten.“ (Falter.at[/url:1dl3envn“>, Online-Ausgabe einer bekannten Wiener Stadtzeitung, am 16.6.2009)

01.01.2000

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