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"Die Mut-Welle" (brand eins)

[b:1h6g8js1″>Ausgewählte Auszüge[/b:1h6g8js1″> aus dem Artikel „Die Mut-Welle“ von Wolf Lotter, erschienen in [i:1h6g8js1″>brand eins[/i:1h6g8js1″> (Ausgabe „Keine Panik!“ 11/2008; Fett-Hervorhebungen stammen von den Denkern):

„[…“> [b:1h6g8js1″>Je besser es uns geht, desto öfter reden wir über den Untergang.[/b:1h6g8js1″> Je mehr wir haben, desto mehr pflegen wir die Panik. Es macht den Eindruck, als ob der Wohlstand der westlichen Nationen, die unübersehbare Tatsache, dass es noch nie so vielen so gut ging wie heute, vor allem einen Zins abwirft: Angst. Angst, was da noch kommen könnte. Morgen ist immer Migräne. Seltsam. Da haben sich unzählige Generationen abgemüht, endlich mehr vom Leben abzukriegen als bloß das Allernotwendigste. Doch nur einige Jahre im Wohlstand und Überfluss genügen völlig, um darin nicht etwa ein Glück zu sehen, das man noch steigern könnte, sondern das Gegenteil davon. Egal, was anliegt, man hört immer nur ein raunziges „Was kann das schon werden?“. So gefragt: nichts natürlich. Kann man das auch anders sehen? Beispielsweise so, [b:1h6g8js1″>dass es doch möglich sein könnte, den erworbenen Wohlstand als Kapital für Besseres zu begreifen, statt sich ständig über dessen möglichen Verlust den Kopf zu zerbrechen?[/b:1h6g8js1″> Einfach aus dem etwas machen, das man hat?

Dieses Jahr hat es in sich. In der ersten Hälfte baute sich die [b:1h6g8js1″>Angst vor einer fürchterlichen Inflation[/b:1h6g8js1″> auf, die nun, so hieß es bald, auch die letzten Reste des Mittelstandes ruinieren werde. Mit magenkranker Leidensmiene traten Wirtschaftsweise und Politiker, Manager und Journalisten vor die Kameras, um ein düsteres Bild der nächsten Jahre zu zeichnen. Pessimisten sahen vor ihrem geistigen Auge die verelendeten Massen, die sich an offenen Feuern unter Brücken und in Hauseinfahrten wärmten. Doch nicht mal das war, eins weiter gedacht, sicher, bei dem Ölpreis! Von 100 auf fast 150 Dollar pro Fass Rohöl war der gestiegen, in nur wenigen Monaten. Nicht mal mehr die Verelendung ist, was sie mal war! Dann fiel der Ölpreis wieder, was nicht von Dauer sein wird, gewiss, und das war nun auch wieder nicht gut, denn billiges Öl heißt ja immer auch: mehr Verbrauch, noch schneller also in den Weltuntergang, den wir als Klimakatastrophe kennen. […“> Bis zum Jahr 2100 ist laut Remo ein Temperaturplus von bis zu 3,5 Grad Celsius möglich. Vor allem die Sommer werden wärmer. Im Süden und Norden gehen die Niederschläge zurück, um bis zu 30 Prozent, dafür gibt es im Winter mehr Niederschläge. An der Ostsee wird es um 2,8 Grad, an der Nordsee um bis zu 2,5 Grad wärmer. Auf Skipisten unterhalb von 1500 Meter wird es schwierig mit dem Skilaufen. Es kann auch im Süden zu einer erhöhten Waldbrandgefahr kommen, der Grundwasserspiegel wird sinken. Das ist die eine Seite der Prognose der Klimaforscher. Eine Seite, aus der man mühelos durch etwas Zuspitzung ein anständiges [b:1h6g8js1″>Katastrophenszenario[/b:1h6g8js1″> basteln kann, wenn man will. [b:1h6g8js1″>Doch da geschah etwas Außergewöhnliches.[/b:1h6g8js1″> Daniela Jacob, Studienleiterin des Remo-Projekts, sagte bei der Präsentation der Daten ruhig: [b:1h6g8js1″>“Es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille.“[/b:1h6g8js1″> Und das, liebe Damen und Herren, grenzt an ein Wunder. Da sagen Forscher zum ersten Mal seit Jahren klipp und klar: Die Veränderung ist nicht der Untergang. Es gibt auch Effekte, die nicht so schlecht sind. Der Tourismus an Nord- und Ostsee könnte deutlich profitieren. Es wird nach den Szenarien erheblich bessere Ernteerträge geben. Winzer freuen sich auf den Einsatz ertragreicherer und besserer Rebsorten, die bislang nur südlich der Alpen gedeihen. Dass auch die Zahl der kältebedingten Erkrankungen zurückgehen wird, ist alles andere als eine Katastrophe. Die Zukunft, so die Quintessenz, ist kein Grund zur Panik, wenn wir uns heute auf das einstellen, was sich nicht ändern lässt.

Für das zweite, etwas kleinere und etwas weniger nachhaltige Wunder ist Peer Steinbrück verantwortlich. Als die [b:1h6g8js1″>Finanzkrise[/b:1h6g8js1″> mit der Insolvenz von Lehman Brothers hochkochte, waren unzählige Experten auf Sendung, die dem Publikum in Europa und Deutschland mehr oder weniger empfahlen, sich schon mal den Strick zu nehmen. In einer hellen Minute sagte der Bundesfinanzminister Folgendes: [b:1h6g8js1″>“Es gibt keinen Grund für irgendeine Weltuntergangsstimmung. Man hat fast den Eindruck, dass man sich für solche Einschätzungen immer entschuldigen muss, weil man der Sehnsucht nach Sado-Maso-Neigungen nicht entspricht.“[/b:1h6g8js1″> Auch wenn der Politiker Steinbrück schnell wieder zur Tagesklageordnung gefunden hat – der Mut, in all dem Klagen einmal gesagt zu haben, was Sache ist, ziert ihn.

Sache ist: Selbst wenn es Probleme gibt, ist das kein Grund für ein derartiges [b:1h6g8js1″>Gejammere[/b:1h6g8js1″>. Wir haben es nicht nötig, uns zu Tode zu [b:1h6g8js1″>fürchten[/b:1h6g8js1″>. Warum tun wir es dann so gern? [b:1h6g8js1″>Die Finsternis in Sachen Morgen ist schon lange Programm. Hoffnung, Optimismus und der Glaube daran, dass alles besser wird, dass künftig mehr Freiheit und Glück bestehen könnten, gelten seit Generationen als naiv und dämlich.[/b:1h6g8js1″> Man muss sich, wie Peer Steinbrück richtig sagte, geradezu dafür entschuldigen, wenn man nicht alles scheiße findet. […“> Man fühlt sich also [b:1h6g8js1″>nur dann von Ängsten und Zwängen frei, wenn man nix mehr hat.[/b:1h6g8js1″> Na bitte, damit ist ja endlich klar, was [b:1h6g8js1″>gegen die allgemeine Zukunftsangst hilft: eine hübsche Katastrophe, ein anständiger Krieg, eine ordentliche Geldentwertung, Zusammenbruch, Mord und Totschlag.[/b:1h6g8js1″> Dann hat keiner mehr Migräne.

Keine Lust darauf? Ja, aber – mehr haben wir bisher nicht gelernt. So war es immer. Das ist [b:1h6g8js1″>das westlich-europäische Modell von Aufstieg und Fall[/b:1h6g8js1″>. Nur im Untergang schimmert die Hoffnung auf einen Neuanfang. [b:1h6g8js1″>Es kann nur besser werden, wenn es uns richtig schlecht geht.[/b:1h6g8js1″> Das nennt man Katharsis, das ist griechisch und bedeutet Reinigung. Der Erste, der dieses Modell aufgeschrieben hat, war der griechische Philosoph und Dramatiker Aristoteles. […“> Wer Migräne hat, der treibt sich am besten einen rostigen Nagel ins Knie. Dann tut das Köpfchen nicht mehr so weh. So haben wir es schließlich immer gemacht. Die Katharsis-Logik hat etwas verführerisch Simples, Einfaches. [b:1h6g8js1″>Wenn es Orientierungsprobleme gibt, braucht man nur ein großes, kollektives Unglück.[/b:1h6g8js1″> Der Preis für den Reinigungsprozess ist hoch – Menschen, Güter, Hoffnungen werden zermalmt, damit man neue darauf bauen kann. Zynisch betrachtet ist das Evolution, mit Verstand betrachtet eigentlich Wahnsinn. […“> „Aufstieg und Fall“ sind eine Grundidee der abendländischen Kulturgeschichte. Und immer wenn der Zeiger Richtung „Fall“ geht, wird es nochmals so richtig dekadent, wortwörtlich. Cadere bedeutet im Lateinischen abfallen. […“> Der Münchener Gehirnforscher und Psychologe Ernst Pöppel läuft Sturm gegen die Dekadenz und ihre Folgeerscheinungen. Für ihn ist die Angstgesellschaft dieser Tage, die Panikmache, die Folge der „schlimmsten Krankheit, die wir in unserer Zeit kennen, das ist die Monokausalität. Wir sagen immer: Alles hat seinen Grund. Es gibt eine lineare, einfache Art zu denken. Aber alles hat eben seine Gründe, die Welt ist komplex.“ Weil das aber nach wie vor nicht gedacht wird, „läuft jede Generation in ihre Katastrophe, schön symmetrisch, [b:1h6g8js1″>als ob es ein Naturgesetz wäre. Aber das ist es nicht[/b:1h6g8js1″>.“ Die bisherige Entwicklung der Menschheit sieht freilich noch anders aus. In Generationssprüngen von 30 bis 40 Jahren zeigt sich da auf der Timeline der Menschheit immer wieder eine Katastrophe, nicht selten eine selbst verschuldete. Aufstieg und Fall scheinen eine Konstante zu sein. Kein Wunder, wenn sich die Wohlstandsgesellschaft von heute fast schon besorgt fragt, wo denn nun, bitte schön, der nächste Untergang auf sie warte. Es scheint keinen Ausweg zu geben. Wenn keine Katastrophe kommt, dann basteln wir uns unsere Ängste selbst. „Das ist eben die [b:1h6g8js1″>Folge der Trägheit, unter der wir leiden[/b:1h6g8js1″>“, sagt Pöppel. „Aus der Falle müssen wir raus. Noch sitzen wir in der Falle permanenter Reaktivität. Wir handeln zu wenig.“ Und haben zu viel Angst.

„[b:1h6g8js1″>Angst[/b:1h6g8js1″> ist eine der fünf bis sechs Grundfunktionen unseres Gehirns“, klärt Pöppel auf. „Daran ist grundsätzlich nichts Schlechtes, weil wir natürlich dadurch auch aufmerksam werden. Wenn aber Angst als Zustand eine kulturelle Bedeutung erlangt, und das ist heute der Fall, dann basteln wir uns Angsthasen. Dann erziehen wir junge Leute zu Menschen, die sich völlig grundlos sorgen. Wir müssen raus aus diesem [b:1h6g8js1″>Pessimismuskram[/b:1h6g8js1″>, den wir ständig in unsere Köpfe einbrennen.“ […“> Wie jeder weiß, ist [b:1h6g8js1″>Bewegung gut für die Verdauung[/b:1h6g8js1″>, und das gilt auch für das Verdauen komplexer Sachverhalte. Es ist ein gutes Mittel gegen Angst. Doch es bedeutet: Anstrengung. Das liegt nicht jedem. Deshalb ist es so leicht für Propheten, aus der Angst und Unsicherheit der anderen Kapital zu schlagen. Propheten gibt es heute mehr als je zuvor. Die meisten Leute meinen, dass der Job eines Propheten darin bestünde, die Zukunft vorherzusagen, eine an und für sich zweckneutrale Veranstaltung. [b:1h6g8js1″>Die Zukunft kann ja durchaus gut sein. Doch das gilt in der Welt der Prophetie nie.[/b:1h6g8js1″> Das Wort Prophet taucht in den frühen griechischen Übersetzungen des Alten Testaments auf. Der [b:1h6g8js1″>Prophet[/b:1h6g8js1″> ist kein Zukunftsforscher, sondern einer, der Angst machen soll. Er ist das [b:1h6g8js1″>Sprachrohr der Autorität[/b:1h6g8js1″>, nennen wir sie mal Gott, die uns den Hintern versohlt, wenn wir nicht tun, was ihr genauer: ihren irdischen Vertretern – in den Kram passt. Wer sich nicht so verhält, wie das System es will, kriegt mächtigen Ärger. […“>

[b:1h6g8js1″>Man muss leiden, sich einschränken, Schmerzen hinnehmen, um den größeren Schmerz, der bei Nichteinhaltung der Regeln droht, zu verhindern.[/b:1h6g8js1″> So fließen die christliche Moral und das aristotelische Katharsismodell zusammen – und das hält bis heute. […“> Nostradamus begann mit seinen düsteren Vorhersagungen, nachdem die Pest seine Familie hinweggerafft hatte. [b:1h6g8js1″>Sein eigenes Elend hat er, auch das ist ein Merkmal der Zukunftsangst zu allen Zeiten gewesen, auf die Allgemeinheit übertragen.[/b:1h6g8js1″> Wenn es mir schlecht geht, dann sollen die anderen mitleiden. Natürlich halten die Vorhersagungen des Nostradamus keiner auch nur oberflächlichen Analyse stand. […“>

Wie aber kommt es, dass 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg die [b:1h6g8js1″>Menschen im Westen so gern schwarzsehen[/b:1h6g8js1″>? Ist der Wohlstand nicht der Beweis dafür, dass man auch anders kann? Das kommt darauf an, sagt Thomas Straubhaar, Wirtschaftswissenschaftler und Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Das eine führt zum anderen, sagt er. […“> Er hat ein Beispiel dafür: „Sehen Sie, ich komme aus der [b:1h6g8js1″>Schweiz, das ist ein ungeheuer reiches Land. Es herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Und dennoch neigen die Leute dazu, eher das Schlechte zu sehen.[/b:1h6g8js1″> […“> Die Sache mit der Panik hat natürlich auch etwas Gutes, solange die Angst uns noch die Möglichkeit lässt zu handeln. Das ist der Punkt.

„Ich glaube, dass sich die Menschen in Wahrheit bei uns durchaus bewusst sind, wie brüchig unser [b:1h6g8js1″>Wohlstand[/b:1h6g8js1″> ist, wie [b:1h6g8js1″>unsicher[/b:1h6g8js1″> er ist. Deshalb fangen sie bei der geringsten Gefahr an, auch nur einer Idee von Gefahr, ausgiebig zu [b:1h6g8js1″>jammern[/b:1h6g8js1″>, damit nur ja keiner glaubt, es bestünde keine Gefahr. Das ist eine Art kulturelles Frühwarnsystem. Damit man nichts verliert, tut man so, als ob man alles verlieren könnte, wenn man jetzt nicht achtgibt. Das ist, wenn man es so sieht, eine nicht ganz dumme Strategie: Denn man ist immer ein wenig alarmiert.“ Straubhaar kennt [b:1h6g8js1″>die Alternativen[/b:1h6g8js1″> gut. An seinem Institut hat er mehrere Studien zum Thema [b:1h6g8js1″>Veränderungsbereitschaft[/b:1h6g8js1″> durchgeführt. „Praktisch niemand ist bereit, sich ohne Grund, das heißt ohne Druck und Angst vor Sanktionen, zu verändern. Die Menschen wählen den bequemsten Weg, und der ist nun mal einer, bei dem man sich nicht zu verändern braucht.“ Ganz klar ist dem Professor aber auch, dass genau diese Haltung nicht nur ein Dauerdepressivum erzeugt – Zukunft ist immer bedrohlich, weil Veränderung -, sondern erst zur eigentlichen Ursache tatsächlicher Probleme führt. […“>

Und allmählich wurde der [b:1h6g8js1″>Pessimismus als Lebenshaltung[/b:1h6g8js1″> zu einem generellen Gesellschaftsprogramm, auch in der Wirtschaft. […“> Der grundsätzliche Pessimismus von heute baut eben nicht auf kritischen Informationen, Argumenten, Sachverhalten auf, sondern vielfach, wie sein krasses Gegenteil, auf Gefühlen und Vorurteilen – und nicht selten auf Fehlberechnungen. […“> Wie auch bei anderen Statistiken zur wirtschaftlichen Verfasstheit werden die alten Branchen, die in den siebziger Jahren durchaus noch rüstig waren, bis heute als Maßstab für generellen Optimismus oder Pessimismus herangezogen. „Dabei kommt es fast schon zu einer biologisch bedingten schlechten Stimmung“, sagt Thomas Straubhaar. „[b:1h6g8js1″>Das ist wie bei älteren Menschen. Die haben nicht mehr so viel zu gewinnen, mehr zu verlieren. Das führt dazu, dass sie eher jammern.[/b:1h6g8js1″> Jüngere Leute hingegen sind immer optimistischer.“ Bei Branchen scheint das ganz ähnlich zu sein. Dass die Umfrage aber als Mittel zur Einschätzung der Zukunft nicht taugt, liegt in der Natur der Sache: Gefragt wird nach der Entwicklung der nächsten Monate, geantwortet wird aber aus der momentanen Stimmung, die heute – noch mehr als früher – sehr schnell umschlägt. Das gilt für diese wie für jede andere Zukunftsumfrage gleichermaßen: Man extrapoliert die gegenwärtige Stimmung auf eine unbekannte Zukunft. [b:1h6g8js1″>Je schneller sich aber die Dinge verändern, desto riskanter wird es, an solche Umfragen zu glauben.[/b:1h6g8js1″> Wenn nun – dreimal oder öfter – die Stimmung der befragten Unternehmer eher mau ist, dann wird dies auch für andere zum Signal. Es kommt zur [b:1h6g8js1″>sich selbst erfüllenden Prophezeiung[/b:1h6g8js1″>. Man konstruiert eine negative Stimmung und übersieht gleichzeitig die Alternative dazu. Gerade bei sogenannten Experten und Meinungsführern ist dieses Spiel fest eingeübt. Trotz der Hiobsbotschaften von Lehman Brothers bis Hypo Real Estate blieben die meisten Bürger ruhiger als erwartet. [b:1h6g8js1″>Man hatte schon den Eindruck, dass das mediale und politische Establishment beunruhigt darüber war, dass nicht die große Panik ausbrach. Die Leute sind weiter als die Angstmacher.[/b:1h6g8js1″> […“>

Lange Jahre war der [b:1h6g8js1″>technische Fortschritt[/b:1h6g8js1″> ein Grund, alles rosig zu sehen. Längst aber ist Technologie zum Unwort geworden, das nur mehr verhalten ausgesprochen wird. […“> „Die Situation hat sich geändert“, weiß Renn, „die ganz Jungen sind wirklich anders. Die Ängstlichkeit gegenüber Technologien ist einer Skepsis gewichen, die nicht mehr so emotional ist.“ Skepsis ist nicht Panik, das ist wichtig. Skepsis ist noch nicht mal Misstrauen. Im Griechischen bedeutet das Wort schauen oder spähen, also nachgucken, ob das, was jemand als Wahrheit erzählt, auch einen Beweis im wirklichen Leben liefern kann. [b:1h6g8js1″>Skeptiker sind nicht dagegen oder dafür. Sie schauen selbst nach. Sie denken selbst, bevor es andere für sie tun. Das ist nicht schlecht. Nicht nur bei Technik.[/b:1h6g8js1″> […“>“

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