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Analyse von Mulder in "Der See" (Staffel 3)

In der Folge „Der See“ (Staffel 3) findet ein interessantes philosophisch-psychologisches Gespräch zwischen Mulder und Scully statt, das man generell auf die menschliche Suche nach einem Sinn bzw. einer besonderen Aufgabe im Leben umlegen kann. Scully stellt darin Mulder’s andauernde Suche nach der Wahrheit in Frage und vergleicht ihn dabei mit Captain Ahab aus Melville’s bekanntem Roman „Moby Dick“, der verbittert und bis zum eigenen Untergang einen weißen Wal nachjagte. Mulder schmunzelt über den Vergleich und meint, dass er sich tatsächlich immer ein Holzbein oder einen Haken statt einer Hand, wie Captain Ahab sie hatte, gewünscht hatte. Mit solch einer Behinderung wäre es nämlich allein schon etwas besonderes zu leben. Und wenn man so wie er keine Behinderung habe, müsse man sich eben etwas anderes zu erreichen suchen. Wie Ahab mit dem weißen Wal hat Mulder mit den Aliens bzw. den dahinterstehenden Verschwörern eine Rechnung offen, weil diese seine geliebte Schwester Samanta entführt und nicht mehr zurückgebracht hatten.

Ich persönlich glaube an die Verbesserungsmöglichkeit der Welt (Fortschritt) und daran, dass jeder dazu etwas beitragen kann. Ich glaube jedoch nicht, dass man sich dafür aufopfern muss (und auch Mulder macht sein Einsatz ja Spaß). Ganz im Gegenteil: ich glaube, dass nur oder vor allem aus der persönlichen Zufriedenheit und Wohlbefinden bzw. dem Streben danach nachhaltig Positives für alle erwachsen kann.

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