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2009-12: Die Krise ist noch nicht vorbei

Auszug aus dem [i:1atuke8m“>Zeit[/i:1atuke8m“>-Artikel „Die Kugel rollt[/url:1atuke8m“>“:

„An neuen Spekulationsblasen herrscht kein Mangel. Es ist einfach so viel Geld unterwegs. Beim Handel mit Staatsanleihen, im Immobilienmarkt in China und an manchen Rohstoffmärkten lauern Großrisiken. Staatspleiten sind möglich. Um die Beschlüsse der G-20-Gipfel von Washington, London und Pittsburgh schert sich kaum jemand, und so besteht Anlass zur Vermutung, dass der Kapitalismus sein Wechselspiel von Vernichtung und Wiedergeburt fortsetzen kann.

Das also steht am Ende der Nullerjahre: ein völlig entfesselter Kapitalismus, dem die Politiker glauben, mit noch mehr billigem Geld beikommen zu können. Die Rolle des Staates hat sich zwar gewandelt in der Krise; er hat mehr Geld ausgegeben, mehr Regeln erlassen, mehr Einfluss genommen. Aber dass sich wirklich etwas grundlegend geändert hätte, ist nicht erkennbar. Das System ist intakt, die Kugel rollt schon wieder.

Hat Sloterdijk recht, herrscht jetzt wirklich eine vorrevolutionäre Situation? Und was träte an die Stelle von Kasino- und Turbokapitalismus? Weitermachen sei kriminell, bloße Verzichtsethik naiv, und dazwischen lägen die intelligenten Wege, sagt der Philosoph.“

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