Literarisches Lob der Mittelmäßigkeit

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Literarisches Lob der Mittelmäßigkeit

Beitrag von Redaktion » 09.11.2011, 22:35

{L_IMAGE}"Wer die Ehe verspottet hat, endet eines Tages damit, nachdem er gesättigt ist von Freiheit und Abenteuern, denjenigen zu beneiden, der früh eine Gattin gewählt und Kinder in die Welt gesetzt hat; wer ein Leben voller unvorhergesehener Abenteuer geführt hat, abwechselnd zwischen Armut und Reichtum, Überfluss und Hunger, wird eines schönen Tages bedauern, dass er nicht Beamter geworden ist. (...) Vollkommen ist nur die Mittelmäßigkeit. (...) Ich werde ein Angestellter sein, ein ganz bescheidener Angestellter. Ich werde niemals den Anspruch haben, ein Abgott der Menge zu werden. Die Menge liebt den, der sie amüsiert und ihr dient. Aber um sie zu unterhalten, muss man sie lieben. Ich liebe niemanden, am allerwenigsten die Menge. Die Massen sind wie die Frauen: sie verraten den, der sie liebt." (Der italienische Autor "Pitigrilli" mittels seines Hauptcharaktes auf ironische Weise im 2. Kapitel von Kokain, einem humorvollen Skandalroman aus den 1920er Jahren)

Vergleiche: Die goldene Mitte - Mittelmäßigkeit als Optimum

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