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Menasse über EU

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse „ermittelte“ vor Kurzem in Brüssel für sein geplantes neues Buch.

In einer österreichischen Radiosendung dazu befragt meinte er unter anderem EU-freundlich:

„Hier in diesen Beamtenburgen arbeiten – allesamt und ausschließlich – hochqualifizierte Menschen. Hier findet eine Elitenbildung statt, deren Sinn und Zweck und Praxis es ist, in einer großen Maschinerie einfach nichts anderes zu tun, tagaus, tagein, als aufgeklärte Rationalität zu produzieren“ (1)

Und angesprochen auf seine scheinbar hin zu mehr EU-Freundlichkeit gewandelte Haltung meinte er im Interview:

„Die Kritik ist korrekt, die Bewertung ändert sich vielleicht. Nämlich, dass es unter Umständen ein historischer Vernunftschritt ist, den Demokratiebegriff gänzlich neu zu interpretieren und die Frage zu stellen, ob unter der Voraussetzung von verblödenden Massenmedien, des Einflusses von Krawall machenden Boulevardzeitungen, unter der Voraussetzung einer vollkommenen Verrottung des Bildungssystems, ob unter dieser Voraussetzung der alte Demokratiebegriff, der den gebildeten Citoyen voraussetzt, überhaupt noch einen Sinn hat. Ob es unter dieser Voraussetzung nicht vernünftige ist, bestimmte Standards wieder zurück zu lassen, weil in der jetzigen Situation so etwas wie ein europäischer Verwaltungs-Josephinismus viel sinnvoller ist.“ (1)

(1)

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