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Meinung: Kritik an USA sinnvoll

Der Chefredakteur der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“, Michael Fleischhacker, sah in der Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten Barack Obama einen Ausdruck von Antiamerikanimus. Die offizielle Begründung des Nobelpreiskomitees interpretierte er außerdem als Sprache des „global-liberalen Spießers“, nach einem jungen Konzept des deutsch-amerikanischen Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht. (Vgl. Kommentar von Michael Fleischhacker in der „Presse“[/url:1ojx01qh“> vom 10.10.2009)

Abgesehen davon, dass ich das zuletzt genannte Konzept für eher bedenklich als lobenswert halte, hat mir diese negative Meinung gegenüber dem Nobelpreis und einer us-kritischen Haltung gar nicht gefallen, weshalb ich mit folgendem Kommentar darauf reagiert habe:

[b:1ojx01qh“>Kritik an USA sinnvoll[/b:1ojx01qh“>

Ich bin zwar ebenfalls kein Freund von überheblicher und übertriebener Kritik der USA (sprich: Kritik ohne Beachtung der positiven Aspekte der USA bzw. der negativen eigenen Seiten), finde aber andererseits eine Kritik der USA durchaus sinnvoll.

Denn zum einen sind die USA immer noch weltweit sehr einflussreich und nutzen diesen Einfluss bekanntlich oftmals auf sehr eigennützige und brutale Weise – und zudem oft nur vermeintlich eigennützig (wenn ein Krieg bspw. plötzlich „unrentable“ Kosten oder Folgewirkungen wie Terrorismus verursacht).

Und zum anderen verwenden sie immer noch brutale Methoden (Bsp. Todesstrafe oder etwas weniger brutal, aber breitenwirksamer: kaum Sozialhilfe leisten), bei denen es mit einem gesunden oder wissenschaftlichen und fortschrittsgläubigen Menschenverstand (auch ohne Antiamerikanismus bzw. ohne Überheblichkeit) einfach schwerfällt, wegzusehen und nichts zu sagen – selbst wenn sich diese Dinge nur auf deren Territorium abspielen.

(Veröffentlicht auf diepresse.com[/url:1ojx01qh“> am 9.10.2009)

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