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Beziehungen machen dick

[img:qtukbe86″[/img:qtukbe86″>Einer an der Universität Heidelberg durchgeführten Studie* zufolge sind Partnerschaften mit Gewichtszunahme verbunden während hingegen Partnersuchende schlanker sind. Dies erklärt die Studie einerseits damit, dass Singles mehr auf ihr Gewicht achten, weil Schlanke auf dem Partnermarkt bevorzugt werden. Und andererseits damit, dass Beziehungen routinemäßige gemeinsame Tätigkeiten wie gemeinsames Essen und dadurch eine erhöhte Kalorienaufnahme und eine Abnahme der sportlichen Betätigung zur Folge haben würden. Die Studie weist außerdem darauf hin, dass die Gewichtsabnahme eines Partners als Vorbereitung für den Partnermarkt und folglich als Ausdruck von Unzufriedenheit mit der aktuellen Beziehung gedeutet werden kann.

Was in den öffentlich verfügbaren Informationen zur (eigentlich öffentlich finanzierten, trotzdem aber nicht öffentlich verfügbaren) Studie unerwähnt bleibt ist einerseits die mit der Studie verfolgte normative Absicht und andererseits der Hinweis, dass gewisse Rundungen auch auf psychisches Wohlbefinden und gemeinsames Genießen hinweisen können. Aber natürlich wird es für eine Partnerschaft auch gut sein, durch z.B. gemeinsames gesundes Essen oder gemeinsame Bewegung auf die körperliche und folglich auch psychische Gesundheit und Attraktivität zu achten.

* Klein, Thomas (2011): „Durch Dick und Dünn – Zum Einfluss von Partnerschaft und Partnermarkt auf das Körpergewicht“ in Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 63: S. 459-479

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