DIE DENKER

Veröffentlichungsgrundsätze

Bemühen um Objektivität (ausgenommen Tipps*): Aufzeigen möglichst gleich vieler und guter positiver als auch negativer Aspekte / Beleuchtung von Objekten aus mögilchst vielen und unterschiedlichen Perspektiven (vergleiche hierzu die Meinung pro Wissenschaftlichkeit)


Betonung von Subjektivität oder Zielabhängigkeit
bei Bewertungen und Lösungsvorschlägen: Aufzeigen, dass man bei allem Bemühen um Objektivität kein allwissender Gott ist und Bewertungen und Lösungsvorschläge letztlich immer subjektiven Präferenzen unterliegen, d.h. bei Schlussfolgerungen sollte man in diesem Sinne „ich finde“, „ich meine“, „meiner Meinung nach“, o.ä. dazusagen und bei Verweisen auf wissenschaftliche Studien und Theorien sollte man deren zugrundeliegende Methodologie bzw. nach Möglichkeit auch gegenteilige Studien erwähnen und diskutieren. Bei Bewertungen und Lösungsvorschlägen sollte man außerdem die Zielabhängigkeit aufzeigen, um nicht absolut (quasi „göttlich“) zu urteilen (z.B. „Wenn man der Mehrheit mehr Macht verleihen will, dann sollte man dies und jenes tun“ sagen anstatt einfach „Man sollte dies und jenes tun“.). Dies erfordert zwar oft einiges an Selbstüberwindung, wenn man andere von den eigenen Ansätzen überzeugen will, aber wir denken, dass dies auf Dauer sowohl individuell als auch kollektiv „gut“ ist.

Bemühen um Konstruktivität
: Aufzeigen von Lösungen bzw. als positiv erachteten Handlungsmöglichkeiten (z.B. „Auch wenn ich keinen generellen bzw. vorgegebenen Sinn im Leben zu erkennen vermag, so finde ich dieses und jenes durchaus sinnvoll.“)

Bemühen um positives Denken und Formulieren
: „das finde ich besser“ oder „so fände ich es besser“ anstatt „das ist schlecht“ oder „man könnte“ anstatt „man sollte“ oder „man muss“

* Ausnahme: Tipps wie Filmempfehlungen oder bspw. Hinweise auf interessante Sendungen, Nachrichten oder Veranstaltungen werden nicht immer diskutiert. Eine kurze Begründung für die Empfehlung bzw. Auszeichnungen und Bewertungen werden aber nach Möglichkeit zur weiteren Orientierung angefügt. Im Sinne von Lob statt Tadel fokussieren wir uns generell auf positive Kritiken (begründete Empfehlungen), während hingegen wir Schlechtes höflich ignorieren – es sei denn, wir erachten etwas als besonders bedenklich.

Zu unseren formalen Ansätzen:

„So schreibt und redet man besser“

Langfassung:

Wir bemühen uns um Objektivität und Konstruktivität. Darunter verstehen wir im Sinne guter Lösungen die Beleuchtung eines Problems von möglichst vielen Seiten (das Aufzeigen möglichst vieler Vor- und Nachteile aus unterschiedlichen Perspektiven), die Berücksichtigung bereits vorhandener und die Schaffung neuer Lösungsvorschläge und Alternativen und / oder die Betonung unserer Subjektivität („Ich finde/ meine/ Mir scheint, dass …, weil …“), ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu erheben. (Siehe hierzu auch Über / Kritisches und innovatives Denken)

Die Betonung unserer Subjektivität ist trotz bemühter Objektivität wichtig, weil sich „wahre“ Objektivität nicht erreichen lässt, weshalb es sich bei jeder selbstproklamierten Objektivität genau genommen um eine Pseudo-Objektivität handelt (meinen wir und auch der Kritische Rationalismus). Dies ist unter anderem deshalb so, weil wir alles durch die „individuelle Brille“ sehen und selbst ein sehr um Objektivität bemühter Wissenschaftler allein schon bei der Auswahl seines Forschungsobjekts bzw. Themas subjektiv und wertend agiert. Aber man kann der Wahrheit bzw. einer guten Lösung durch unterschiedliche subjektive Meinungen näher kommen (weshalb Meinungs- bzw. Informationsvielfalt gefördert werden sollte, finden wir).

Wir meinen, dass Objektivität (Wissenschaftlichkeit) und deshalb auch das Bemühen darum (was auch darin bestehen kann, dass subjektive Meinungen klar als solche gekennzeichnet werden) als etwas Positives wahrgenommen wird (und hingegen Pseudo-Objektivität als etwas Negatives). Und dass sie deshalb und wegen ihrer Umsicht (im Sinne des Erkennens möglicher Probleme und Lösungen) konstruktiver ist als Einseitigkeit (reine bzw. versteckte Subjektivität). Siehe hierzu auch: Meinung pro Wissenschaft(lichkeit).

Abbildung (2005) der Meinung eines Redaktionsmitglieds zum Nutzen bemühten und kritischen Denkens:

Soll heißen: wenn man ein Problem gut (wissenschaftlich, bemüht objektiv) ergründet (z.B. indem man bemüht sowohl Vor- und Nachteile dazu sucht), kann daraus daraus eine Idee zur Lösung des Problems (Fortschritt) erwachsen, das zwar genauso wieder Nachteile hat, jedoch weniger als das vorherige (vgl. Dialektik).

Wir bevorzugen weiters positive Denk- und Formulierweisen, weil wir der Meinung sind, dass positive Überlegungen und folgliche Aussagen sowohl beim „Sender“ als auch beim „Empfänger“ einer Nachricht angenehmer wahrgenommen werden und effektiver sind (vgl. beispielsweise sehr starke und bestimmende natürliche, „göttliche“ positive Anreize wie Orgasmus oder Durststillung).

So halten wir es beispielsweise für besser zu sagen, „das würde ich besser finden“ bzw. „unter diesen und jenen Umständen fände ich es gut“ als „das finde ich schlecht“. Konkrete Beispiel: „Die USA könnten die Lebensqualität und das Ansehen der eigenen Bürger und gleichzeitig jene anderer Staaten einfach verbessern, indem sie kriegerische Handlungen auf äußerste Notfälle reduzieren“ anstatt, kurz und übertrieben gesagt, „Die USA sind böse“. Oder „ich fände es gut, wenn man beim Verleihen von Geld ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt“ anstatt, wiederum kurz und übertrieben gesagt, „Zinsen sind böse“ (was übrigens, auch aus egalitärer Sicht, nur bedingt richtig ist, weil ja Zinsen bis zu einer gewissen Höhe nur die Inflation – Geldentwertung – ausgleichen, d.h. selbst wenn man am Ende mehr Geld zurück bekommt als man, z.B. via Sparbuch oder Aktienfond, verliehen – „angelegt“ – hat, heißt das nicht automatisch, dass man damit mehr Kaufkraft hat; sie könnte stattdessen sogar verringert sein, wenn die Höhe der Zinsen unterhalb der Höhe der Inflation liegt).

Wir zitieren außerdem nur verhältnismäßig kleine Auszüge aus den Veröffentlichungen anderer und bedanken uns bei diesen mit einem Verweis auf deren Werke (wie ein Buch oder eine Homepage). Hierbei beachten wir die wissenschaftlichen Zitierregeln.

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Wir publizieren weil, was und wann wir wollen und nicht weil, was und wann wir müssen.