Weitere Textstellen (ohne Inhaltsverzeichnis)

...nach Entdeckungszeitpunkt geordnet (ältere Texte zuerst). Aus Faulheit bzw. Zeitmangel werden wir nicht mehr jeden weiteren (neu hinzukommenden) Text direkt im Inhaltsverzeichnis verlinken! Vielleicht finden wir später irgendwann einmal Zeit dazu - oder ein Verleger :)

 

Textstellen speziell zum Thema Eifersucht (= Link dorthin!)

 

Lieben und Denken - unvereinbar!

14.04.2001 - Psychologie
Liebe mindert das Denkvermögen ebenso wie Drogen
Verliebtheit mindert das Denkvermögen. Der Schweizer Andreas Bartels stellte in einer Arbeit am University College in London fest, dass bei verliebten Menschen die für Gedächtnis und Konzentration zuständigen Gehirnregionen träge werden - ähnlich wie bei der Einnahme von Drogen. Das berichtet die Zeitschrift Psychologie heute in ihrer Mai-Ausgabe. Für seine Forschungsarbeit hat der Schweizer Versuchspersonen aus elf Ländern rekrutiert, die nach eigenen Angaben sehr heftig in ihren derzeitigen Partner verliebt waren. In einem Kernspintomografen liegend mussten sie Fotos des geliebten Menschen betrachteten. Die Aufnahmen von der Hirntätigkeit zeigten: Beim Anblick des oder der Liebsten wurden nur vier kleine Hirnareale heftiger durchblutet. Genau diese Bereiche werden auch durch Drogen stimuliert. Außer den für Gedächtnis und Konzentration zuständigen Gehirnregionen sind bei Verliebten auch die Bereiche weniger aktiv, die für Depressionen und Ängste zuständig sind.
Quelle

 

...Am Ende liebt man uns wirklich für die Zur-Schau-Stellung, und fortan müssten wir die Wahrheit fürchten. Der andere könnte uns auf die Schliche und hinter die Schliche kommen. Einmal eingegangen, wird die begangene Lüge zum Schicksal. Wir sind die Gefangenen dessen, was wir selber gesetzt haben. Wilhelm Reich in den 30er Jahren sprach schließlich von einer Charakterpanzerung. Er meinte dass Menschen von ihren wirklichen Gefühlen, von ihren eigenen Bedürfnissen soviel verdrängen müssen, dass sie nur noch hart in den Ersatzbildungen ihres eigenen, verdrängten Materials auftreten können. Sie setzen ihre eigenen Ängste nach außen, sie verfolgen sich selber in den anderen. Scheinbar sind sie ganz und gar untadelig: perfekt, fehlerfrei, zuverlässig, tüchtig - die Musteraushängeform dessen, was gesellschaftlich gewünscht wird. Inwendig aber wird alles chaotischer. Und ständig geraten sie in noch mehr Angst vor sich selber nun dass alles das aufsteigen könnte, vor dem sie ihr Leben lang auf der Flucht sind - und vor den anderen. (Eugen Drewermann über das Sich-Verstellen in: Vom Leben des Menschen)

...und wandte schließlich das stärkste und sicherste Mittel an, mit dem man ein Frauenherz bezwingen kann, ein Mittel, das niemals und bei niemandem versagt und das auf alle Frauen ohne jede Ausnahme wirkt. Es ist ein bekanntes Mittel: die Schmeichelei. Es gibt nichts Schwierigeres auf der Welt, als aufrichtig zu sein, und nichts ist leichter, als zu schmeicheln. Wenn die Aufrichtigkeit auch nur um einen Hundertstelton falsch ist, ergibt sich sofort eine grelle Dissonanz, der ein Skandal folgt. Bei der Schmeichelei mag jedoch alles bis zur letzten Note falsch sein, sie ist immer noch angenehm, und man hört sie nicht ohne Vergnügen - zwar mit einem primitiven Vergnügen, aber dennoch mit Vergnügen. Und so plump die Schmeichelei auch sein mag, man nimmt doch zumindest die Hälfte für bare Münze. Das gilt für alle Stufen der Entwicklung und für alle Schichten der Gesellschaft. Sogar eine Vestalin kann man mit Schmeicheleien verführen, von gewöhnlichen Menschen ganz zu schweigen. (Dostojewskij in Schuld und Sühne, S 609 in dieser Version...)

 

Die Liebe

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Lao Tse

 

Jemand hat einmal gesagt: Wer zu wenig poppt, beginnt sich für Kultur zu interessieren. Der Koitus gilt wohl zu Recht als Urtechnik des Glücks. Aber das ist ja nur ein Sekundenglück, und Liebe will mehr. Sie spielt mit der Gegenseitigkeit von Gefühlen, und sie ist ein Balanceakt wechselseitiger Verkennung. Eine winzige Bildstörung auf dem Monitor der Liebe, und die Katastrophe ist da. Man kann also sagen: Das Glück der Liebe riskiert das größte Unglück – das Urunglück ist der Liebesverlust. Da haben wir den Salat. Sublimierung steht an. Wer unglücklich ist, gar Liebeskummer hat, wem was fehlt, liest oder schreibt Bücher, sucht Gott, geht shoppen, lächelt dabei in die Überwachungskameras, zwingt sich ins Fitnessstudio oder in die Politik. (Hannes Pfeifhofer im Euro< 26-Magazin, 2003)

 

Da das ehemalige Thema Zweisamkeit erst im September 2004 zum Thema "Mehrsamkeit" gewandelt und damit ausgeweitet wurde und bis dahin Mehrsamkeit betreffendes Material beim Thema Soziales angefügt wurde, siehe auch dort nach potentiell passendem Material (jedoch scheint nach kurzer Durchsicht die Mehrheit des bis dahin, eher spärlich erdachten bzw. entdeckten Materials nur das Soziale im, grob gesagt, Sinne von Solidarität und nicht das, was man als das Gegenteil von Einsamkeit versteht und nun unter dem Thema Mehrsamkeit zusammengefasst ist, zu betreffen...).

Von den entdeckten Ausnahmen sei speziell auf die Maslow´sche Bedürfnispyramide verwiesen, welche wegen mehrfacher Verlinkung und da auch zum Thema Soziales passend nicht verschoben werden kann.

 


Ö1 Programm Mo, 02.05.05
 
"Radiokolleg - Schmetterlinge im Bauch

Liebe ist eines der letzten Abenteuer des Lebens, sie lässt sich weder steuern, kontrollieren noch erklären. Doch die Wissenschaft ist dem Mysterium der Liebe bereits auf der Spur. Gehirnforscher blicken in verknallte Köpfe, Anthropologen beschreiben die biologischen Grundlagen romantischer Liebe und Psychologen suchen nach ihren Spielregeln. Vom Flirten bis zum Beziehungsbankrott – in den Labors der Leidenschaft nehmen Forscher jede Phase unter die Lupe und ergründen die Naturgesetze unserer Gefühle.

Warum verlieben wir uns? Warum spielen unsere Gefühle Achterbahn, wenn wir über beide Ohren verknallt sind? Fest steht, dass am Liebescocktail zahlreiche Hormone und Hirnregionen mitmischen. So haben britische Forscher herausgefunden, dass sich Verliebte in einem Zustand befinden, als hätten sie gerade Kokain geschnupft. Bereits der Anblick des Geliebten wirkt wie ein Antidepressivum und aktiviert Hirnregionen, die mit Glücksgefühlen einhergehen. Eine andere Studie stellt fest, dass bei Verliebten der Serotoninspiegel auf ein krankhaft niedriges Niveau sinkt, was wiederum Nervosität und Traurigkeit auslöst.

Was passiert in dem Moment, in dem es funkt? Gibt es die "Liebe auf den ersten Blick"? Ina Zwerger hat die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammengetragen, die das Geheimnis der Anziehungskraft nur noch faszinierender erscheinen lassen.
 
 Weitere Informationen:

BUCHLISTE

Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt von Bas Kast
Gebundene Ausgabe - 223 Seiten - Fischer (S.), Frankfurt
Erscheinungsdatum: August 2004
ISBN: 310038301X


Warum wir lieben von Helen Fisher
Gebundene Ausgabe - Patmos
Erscheinungsdatum: Januar 2005
ISBN: 3530421871

Lust und Liebe - alles nur Chemie? von Gabriele Froböse, Rolf Froböse
Gebundene Ausgabe - 248 Seiten - Wiley-VCH
Erscheinungsdatum: Juni 2004
ISBN: 3527308237

Was die Liebe stark macht von Hans-Werner Bierhoff, Elke Rohmann
Broschiert - Rowohlt Tb.
Erscheinungsdatum: März 2005
ISBN: 3499616696

Mythos Liebe von Michael Mary
Gebundene Ausgabe - Lübbe
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 378572182X

Objektwahl von Klaus Theweleit
Gebundene Ausgabe - Stroemfeld
Erscheinungsdatum: November 1990
ISBN: 3878773218

Hector und die Geheimnisse der Liebe von Francois Lelord,
Übersetzung: Ralf Pannowitsch
Gebundene Ausgabe - 192 Seiten - Piper
Erscheinungsdatum: April 2005
ISBN: 3492047416"

(Homepage von Radio Österreich 1)
 

 

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Speziell zum Thema Eifersucht passende Textstellen

 

du gehörst nur mir

Eifersucht gehört zu den häufigsten Ursachen von Aggression zwischen Liebenden. Ihre Ursachen sind komplex - und dennoch lässt sie sich oft verblüffend leicht in den Griff bekommen.
Gäbe es den perfekten Menschen, dann wäre Eifersucht kein Thema. Wir alle jedoch kennen dieses nagende Gefühl, wir schämen uns zwar dafür eifersüchtig zu sein und sind es - wider jede Vernunft - nicht selten dennoch. Wir spüren einen kleinen Stich, überlächeln, was nicht sein soll, weil wir tun, was wir nicht dürfen: Dem anderen jegliche Freiheit rauben. Entwickelt sich aber das kleine Flämmchen „normale“ grundlose Eifersucht zum Flächenbrand, dann sollte man sich diesem klebrigen, quälenden und besitzergreifendem Gefühl - das nichts mit Liebe zu tun hat - stellen und den Ursachen auf den Grund gehen und: keineswegs den Partner dafür verantwortlich machen.
Mangelndes Selbstbewusstsein
Von Eifersucht Gequälte haben immer ein Problem mit ihrem Selbstwertgefühl. Die verbale Message – „Du liebst mich nicht (genug)“ - wird verstärkt durch die nonverbale Botschaft: „Ich bin nicht wert, von dir geliebt zu werden.“ Simples psychologisches Faktum: Wer sich selbst nicht liebt, kann auch einen anderen nicht lieben. Die Saat für diese Unliebspiele steckt in Rivalitäten - sei es zwischen den Geschwistern oder dem Kind und seinen Eltern – in der Kindheit. Die Reaktionen damals wie heute: Aggressive Unterdrückung des mit Eifersucht Verfolgten, oder (und) selbstzerstörerische Aggression nach innen.
Ambivalenz nicht anerkennen
Das unmittelbarste an der Eifersucht beteiligte Gefühl ist die Angst. Der Eifersüchtige ängstigt sich vor der emotionalen Abhängigkeit in der Liebe, fürchtet sich vor dem Vergleich mit anderen (besseren) - seine größte Angst jedoch ist die, verlassen zu werden. Diese Angst - die unter anderem dadurch entsteht, dass man die Ambivalenz in der Liebe nicht erträgt - wird mit leidenschaftlichem Hass abgewehrt. Und weil man sich davor fürchtet, dem Hass ins Angesicht zu schauen, legt man diesem Gefühl schnell das Mäntelchen der Eifersucht um. Diese Spaltung aber bewirkt, dass man erst recht zwischen Liebe und Hass hin- und hergerissen wird.
Mit versteckten Karten spielen
Eifersucht kann auch Ausdruck der eigenen Untreuefantasien sein. Das Fatale daran: Ein schuldlos Beschuldigter wird früher oder später gehen. Und Beziehungen, in denen Eifersucht keinen äußeren Anlass hat, scheitern dann meist auch nicht an realer Untreue, sondern an der Vorstellung davon. Der Grund für Eifersucht kann aber auch daran liegen, dass wir beim Partner eine (unbewusste) Fluchtneigung feststellen. Und da hilft nur eines: Dem Partner die Eifersucht mitzuteilen, bevor sie sich zu einem quälenden inneren Zwang ausweitet. Denn: Eifersucht kann die Trennung bewirken - und das ist wohl genau das Gegenteil von dem was sie anstrebt.
Wie gehe ich mit meiner Eifersucht um?
Ich übernehme Verantwortung für mein Verhalten.
Ich höre auf zu fantasieren.
Ich schaue ganz genau hin und präge mir ein was ich wirklich sehe.
Ich vermeide es, meinem Partner Szenen zu machen.
Ich vermeide Einschränkungen, weil Freiräume kein Angriff auf meine Person sind.
Ich vertraue und bezichtige nicht ungerechtfertigterweise.
Ich stärke meine Selbstachtung.
Ich überprüfe meine Gedanken und bekämpfe sie nicht beim Partner.
Ich akzeptiere meine Schwächen.
Ich spüre meine eigenen Interessen auf.
Wie gehe ich mit der Eifersucht des Partners um?
Ich akzeptiere, dass er ein Problem hat und toleriere sein eifersüchtiges Verhalten nicht.
Ich setze Grenzen und weigere mich, ein und dieselbe Frage mehrmals zu beantworten.
Ich entscheide was ich machen möchte und weigere mich, auf Verbote einzusteigen.
Ich übernehme keine Verantwortung für sein Verhalten.
Ich schütze mich vor Aggression und Gewalttätigkeit.
Ich nehme Hilfe in Anspruch (Freunde, Therapie, ...)

(Quelle: online vielleicht noch hier zu finden)

 

 

 

 

 


wenn sie nach dem lesen dieser seite das (natürliche) bedürfnis empfinden, uns etwas gutes tun zu wollen oder wenn sie einfach gerne menschen eine freude bereiten, können sie für einige ihrer konsumtätigkeiten die links zu diversen konsummöglichkeiten unter www.diedenker.org/bereichern benutzen. damit können sie uns (nicht auf Ihre Kosten versteht sich, denn wozu gibt es denn reiche anbieter, die ihre einnahmen mit uns teilen wollen?) und gleichzeitig sich selbst materiell bereichern.