Vorbemerkung: In der Schule hatte ich mich einmal meinem (sympathisch unsicheren) Philosophie-Professor vorgeschlagen, er solle einen nicht durch Prüfungen zur Beschäftigung mit philosophischen Fragen zwingen, da es mir z.B. nicht gut tat, mich übermäßig (künstlich konzentriert) damit zu beschäftigen (es gibt auch ein Zitat von Augustinus, welches ich mir in einer damaligen Krise groß an die Wand heftete und in welchem er meint, die Hölle sei für jenen heiß gemacht, der die Nase zu tief in göttliche Angelegenheiten steckt - was man nicht unbedingt als denkfeindlich oder als einen Aufruf zum zwanghaft Glauben interpretieren muss, sondern eben vielleicht als Erkenntnis von übertriebenem, "sinnlosen", nichts als Negatives bringendes Denken). Das Übermaß entstand daraus, dass ich einfach vielen Fragen "automatisch" (aufgrund natürlicher Anlagen?) nachging und deshalb bei den für die Prüfungen relevanten Fragen eben teilweise zu viel nachzugehen hatte, was mir nicht gut tat. Natürlich könnte man sich dabei wieder fragen, ob es gut und schlecht ("positiv" und "negativ", "gut" und "böse" oder wie auch immer) gibt (und es deshalb schlecht sein konnte, auf die Prüfung zu lernen oder ob es nur an Einsatzbereitschaft [unfreiwillige Überwindung, Anstrengung...] mangelte) und wenn ja, ob dies aus dem Gleichgewicht geraten kann, oder ob ohnehin alles gut bzw. schlecht sei, jedoch hat man bereits als Kind ein Gespür für "Negatives" - so kämpfte ich zusammen mit meiner Freundin u.a. gegen Tierversuche, und ich war als Kind glücklich (und zwar nicht im Nachhinein betrachtet, sozusagen aus nostalgischer Sicht, sondern bewusst, so bewusst, dass mich in einem gewissen Alter - so ca. 12 oder auf der Wende von 11-12 - die Angst vor dem Ältersein - war so bei ca. 16 angesiedelt - überkam, welche sich allerdings bislang - 23 - nicht als berechtigt erwies), sodass es vielleicht gut war, mich auf meinen Instinkt zu verlassen. Nichts desto trotz habe ich bis heute einen Hang zum Philosophieren behalten (weil es ja auch menschlich ist: deshalb hat ja der Mensch im Laufe der Geschichte Vorstellungen vom "Danach" - ersichtlich z.B. an Gräberfunden, wo die Menschen in gewissen Sitzpositionen begraben wurden - [weil mensch vor dem Unbekannten Angst hat und es dank abgemachter Vorstellungen weniger unbekannt wurde?], Kunst? etc. entwickelt), und da es mir im Moment als nicht wohltuend erscheint (obwohl ich eine gute Erfahrungen mit Zu-Ende-Denken - also nicht verdrängen, sondern zu einem Schluss kommen, eine bewusste Entscheidung treffen oder so - habe), erinnerte ich mich an diese Geschichte. Vielleicht sollte ich mir auch eine Vorstellung zurechtlegen (die ich teils ohnehin schon präpariert hatte, mir jedoch in der derzeitigen, mit einem Unsicherheitsgefühl wieder als wackelig und unvollständig [man könnte ja schließlich aufgrund der eigenen Beschränktheit nie alle Möglichkeiten erkennen - auch, dass alles aus dem Nichts entstanden sei ist ja nur eine Möglichkeit und abgesehen davon allein das "Nichts" schon unvorstellbar - und wäre somit auf eine höhere Eingabe bzw. Erleuchtung angewiesen - und ob darauf mein Präparat aus Lektüre und Erfahrung und Reflexion etc. basiert, weiß ich auch nicht...] erscheint - und eine Kirche soll man ja bekanntlich auf einem Fels bauen) und diese dann auch mit genügend Menschen vereinbaren, die mir deren Gültigkeit immer wieder bestätigen und sie als wahr erscheinen lassen bzw. sie auch für mich allein, solange sie mir wohl tut, irgendwie aufrechterhalten... oder einfach (die Vorstellungen) glückliche(r) Menschen (wie eben Kinder) imitieren... (ob)
Dem Denken sind keine Grenzen
gesetzt.
Man kann denken, wohin und soweit man will.
Ernst Jandl
Habe Mut, dich
deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant
Denken ist die
schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund,
dass sich so wenige Leute damit beschäftigen.
Henry Ford
Philosophie anhand einiger Begriffe der Philosophie
Textstellen (nach philosophischen Themen geordnet)
Zitate (nach philosophischen Themen geordnet)
Meinungen (philosophisches) von den Denkern und MitdenkerInnen