Fleischwolf (meat grinder)
"Our friend Dave - whose life is lit like Edward Hopper Paintings and Jim Jarmusch movies - sits down to breakfast. I assume this means cigarettes. His eyes fall on a tiny article in Die Bild, a tragedy in miniature: 'FLEISCHWOLF MURDERER TAKES PAINS. 'I took care he didn't suffer,' says Peter H., 22 years old. After using an ax and various knives to kill his 40-years-old lover, he employed poultry scissors to cut up the 130 kilo body, which he stored in his basement in many small plastic bags. 'Every day, then, I put the contents of a bag through the Fleischwolf so that I could flush it down the toilet,' Peter continues, sighing. 'Sisyphus-Arbeit.' He had only 40 kilos remaining when apprehended." (Aus: Jude Stewart, Some German Words And How I Learned Them: How I Learned German While Living in Germany: By Socializing Close to Beer, Via TV & Other Light Media, By Hanging Out With a Strange Austrian, Through Upsetting Events, In The Classroom, in: The Believer, Vol. 4, No. 6, 2006)
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C.S.I. Kirchbichl oder Ein Arschhaar überführt den Mörder
Krimiserien waren immer schon ein Dauerbrenner im Fernsehen. Gott sei Dank, würde ich sagen, schließlich sind Krimis oft der einzige Grund den Fernseher überhaupt noch einzuschalten. Und doch kann ich persönlich mit dem neuen Krimitrend nicht wirklich viel anfangen. Die neuen Komissare sind Hightech-Geräte, welche die Lebensgeschichte jedes einzelnen Moleküls erzählen können und unterstützt werden die Computer meist von arroganten Gerichtsmedizinerstrebertypen, die in der Schule schon niemand mochte. Ich meine, es ist nicht so, daß es ab und zu nicht interessant wäre, aber irgendwie sehne ich mich doch oft nach der guten alten Zeit als Schimanski noch die Fälle im Schweiße seines Angesichts löste. Wo sind die Zeiten als Komissar Schimi, nachdem er die Nacht durchgesoffen hatte, zusammen mit Tanner die Bösewichte dingfest machte und wenn einer von den Verbrechern dabei ein blaues Auge abbekam konnten wir alle gut damit leben, oder wie war das als Crockett und Tubbs von Miami Vice argentinische Drogenbarone mit schnellen Sportwagen durch die Großstadt jagten und man wußte, daß sie ihre Kanonen nicht nur zum Spaß im Halfter trugen. Doch heute ist das anders, sie rauchen nicht, sie saufen nicht, tragen keine Waffen und falls doch fragt man sich meist wozu, sie sind belesen und zeigen das in jeder Folge, sie kommen nie zu spät, drücken nie ein Auge zu und können gut mit Computern umgehen. Ja, ja, ist schon wahnsinnig spannend wenn der Täter anhand der Molekularultrastruktur eines feuchten Furzes am Tatort gefaßt wird, oder man ein wenig Ohrenschmalz in den Computer schmiert und der spuckt Lieblingsfarbe, Penislänge und Adresse des Mörders aus. Mag sein, daß ich mit dieser Meinung allein stehe, aber bitte, bitte nicht noch mehr von diesen Krimis. Ich würde mir einfach wünschen, wiedermal etwas menschlichere Komissare mit Ecken und Kanten bei der Verbrecherjagd beobachten zu können.
cu
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