Lasst China wachsen!
Immer wieder ist in betont tragischer Weise (selbst in seriösesten Berichten) vom unheimlichen Wirtschaftswachstum Chinas die Rede. Da müsste es kritischen Geistern umso tragischer erscheinen, dass nie versucht wird, die positive bzw. natürliche Seite von Chinas überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum aufzuzeigen: ist es denn nicht in der Natur meistens so, dass etwas Unterentwickeltes schneller wächst als etwas Weiterentwickeltes?
Man vergleiche China mit einem Kind und die weiterentwickelten Länder mit Erwachsenen: erscheint es dann nicht schon natürlicher, dass China schneller (nach-)wächst? Und erscheint es dann nicht übertrieben egoistisch, nationalistisch, gar rassistisch oder einfach ungut, zu versuchen, das Kind am Wachstum zu hindern bzw. es ihm abzuwünschen?
Die Vorwürfe, das Wirtschaftswachstum Chinas gehe auf Kosten der Menschen(rechte) und der Natur, sind wohl auch meist nicht mehr als vorgeschützte Argumente: dass das Wirtschaftswachstum auf sozial und ökologisch hohen Kosten basiert, ist nicht zu bestreiten; doch welche andere Möglichkeit steht einem unterentwickelten Land zur Verfügung? Die Zeit, zu welcher sehr unterschiedlich entwickelte Länder solidarisch agierten, sind schon eine Weile vorüber und internationaler Kommunismus wäre angesichts kommunistischer Erfahrungen wahrscheinlich auch kein nachhaltiges Modell. Dürfen sich also weiterentwickelten Länder über unterentwickelte beschweren, wenn sie nicht wirklich bereit sind, deren Entwicklung aktiv zu unterstützen oder sie zumindest fair zu behandeln?
Es wäre produktiver, würden weiterentwickelte Länder ihre Eigeninteressen zugunsten aller (längerfristig bzw. umsichtig auch ihrer selbst!) ein wenig zurückstellen, sich an der Entwicklung unterentwickelter Länder freuen und diese positiv nutzen.
Man vergleiche China mit einem Kind und die weiterentwickelten Länder mit Erwachsenen: erscheint es dann nicht schon natürlicher, dass China schneller (nach-)wächst? Und erscheint es dann nicht übertrieben egoistisch, nationalistisch, gar rassistisch oder einfach ungut, zu versuchen, das Kind am Wachstum zu hindern bzw. es ihm abzuwünschen?
Die Vorwürfe, das Wirtschaftswachstum Chinas gehe auf Kosten der Menschen(rechte) und der Natur, sind wohl auch meist nicht mehr als vorgeschützte Argumente: dass das Wirtschaftswachstum auf sozial und ökologisch hohen Kosten basiert, ist nicht zu bestreiten; doch welche andere Möglichkeit steht einem unterentwickelten Land zur Verfügung? Die Zeit, zu welcher sehr unterschiedlich entwickelte Länder solidarisch agierten, sind schon eine Weile vorüber und internationaler Kommunismus wäre angesichts kommunistischer Erfahrungen wahrscheinlich auch kein nachhaltiges Modell. Dürfen sich also weiterentwickelten Länder über unterentwickelte beschweren, wenn sie nicht wirklich bereit sind, deren Entwicklung aktiv zu unterstützen oder sie zumindest fair zu behandeln?
Es wäre produktiver, würden weiterentwickelte Länder ihre Eigeninteressen zugunsten aller (längerfristig bzw. umsichtig auch ihrer selbst!) ein wenig zurückstellen, sich an der Entwicklung unterentwickelter Länder freuen und diese positiv nutzen.
Bleibt nur zu hoffen, daß sich China nicht nur ökonomisch entwickelt, sondern auch sozial und ökologisch. Dann wäre ein solches Wachstum selbstverständlich zu begrüßen.
Dass sich die sozialen Verhältnisse meist einhergehend mit der ökonomischen Entwicklung verbessern (bzw. ab einem gewissen Umkehrpunkt), das kann man an der Geschichte heute reicher Länder ablesen. Und auch in ökologischer Hinsicht gibt es eine solche Theorie, welche in der Umweltökonomie teils als "Environmental Kuznet´s Curve" bezeichnet wird. (ob)
Das ist durchaus richtig, nur hat die ökologische Entwicklung nie gleichzeitig oder parallel stattgefunden, sondern kam erst viele Jahre später mit den schlechten Erfahrungen. Es wäre also zu wünschen, daß China nicht erst z.b. alle seine Wälder abholzen muss(siehe England im 18. bis 19.Jhd.) um zu begreifen, daß dies auch der Wirtschaft und der Gesellschaft schadet.
Aber vielleicht sind die sozialen und ökologischen Opfer eben nötig, um mit den fortgeschritteneren Ländern konkurrieren und so zum von mir bereits angesprochenen Wendepunkt gelangen zu können. (ob)
Solche Aussagen treffen in der Regel nur jene, die nicht glauben je zu diesen Opfern zu gehören.
Außerdem wäre es tragisch und fatal für die Welt, wenn jedes Land die Fehler der anderen Länder wiederholen müsste.
Das war keine normative, sondern eine positive/deskriptive Aussage von mir. In meinem Beitrag bin ich - wie auch erwähnt! - davon ausgegangen, dass arme Länder keine großartige Entwicklungshilfe von reicheren Ländern erhalten. Und dann bleibt ihnen, im Falle dass sie sich wirtschaftlich entwickeln wollen, meist eben keine andere Möglichkeit, als Mitmenschen und die Natur auszubeuten (wobei natürlich die Frage offen bleibt, welches Ausmaß an Ausbeutung "nötig" ist - erfahrungsgemäß bereichern sich nämlich in Entwicklungsländern meist viele in einem Ausmaß bzw. einer Weise, die auch rein volkswirtschaftlich gesehen nicht mehr sinnvoll ist). (ob)