Türkei-Beitritt (bzw. pro politische und kulturelle Pluralität und Toleranz)

Warum der Türkei eine andere Kultur, andere Werte aufdrängen? Wenn Türken z.B. Zwangsheirat als gut empfinden, so sollen sie es machen (solange EU-Bürger aus anderen Ländern bzw. mit anderen Kulturen nicht betroffen, d.h. toleriert, sind).
Über us-amerikanischen Imperialismus regen wir uns auf, "den Balken im eigenen Auge" (vgl. Bibel), die eigene Intoleranz, sehen wir jedoch nicht.
Aus der Geschichte bzw. auch aktuellen Beispielen sollte man bezüglich Imperialismus (Aufdrängen) gelernt haben: Änderungen müssen aus dem Volk selbst kommen (bzw. Hilfe muss von diesem erbeten werden).

Vgl. meinen Text "zum 'Anarchismus-Problem'" (noch nicht online gestellt!).

3.12.04 (weil eben in den Nachrichten angesprochen, dass die rechtliche [die von "der EU" verlangte] Lage von der realen in der Türkei noch abweiche...)

Nachträge (17.12.):

Vielleicht wäre meine Meinung auch mit nur einem Wort ausdrückbar gewesen: "Kulturfaschismus".

Und bei der restlichen Debatte handelt es sich wohl primär um eine Frage der Solidarität, denn bei der Gestaltung von Kooperation gibt es ja immer noch Handlungsspielraum.

Lustig auch, dass gerade die EU-Länder jetzt u.a. die "blutige Vergangenheit" (Vertreibung der Armenier) als Argument heranziehen (Stichworte: Falschheit, vor eigener Tür kehren, ...). Und aufschlussreich, dass 3/4 der Bürger der neuen EU-Länder (Ö1) eine Türkei-Aufnahme befürworten (Stichworte: Verständnis, Mitgefühl, Kenntnis der Bedeutung von Solidarität, ...).

"Was du nicht willst, dass man dir tu´- das füg auch keinem and´ren zu"


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